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Kinder finden verweste Leiche im Gebüsch

Hinweise auf vermisste Seniorin Kinder finden verweste Leiche im Gebüsch

Zwei Jungen (9 und 10 Jahre) haben am Donnerstag in Brandenburg an der Havel eine schlimme Entdeckung gemacht. In einem Gebüsch fanden sie eine stark verweste Leiche. Die Polizei hat den Leichnam sichergestellt und ermittelt. Bei der Toten handelt es sich vermutlich um die 76-jährige Liselotte K. aus dem Brandenburger Stadtteil Nord, die seit dem 12. Juni vermisst wurde.

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An dieser Stelle entdeckten die Kinder den Leichnam.

Quelle: Julian Stähle

Brandenburg an der Havel. Bei der Leiche, die zwei Jungen (9 und 10 Jahre alt) am Donnerstag in Brandenburg an der Havel beim Spielen entdeckt hatten, handelt es sich nach der erst Einschätzung der Polizei um Liselotte K. aus dem Brandenburger Stadtteil Nord. Die 76-Jährige wurde seit den Vormittagsstunden des 12. Juni vermisst. Sie lebte in der Werner-Seelenbinder-Straße.

Angehörige der Rentnerin hatten sich Sorgen um sie gemacht, als sie ihr an jenem Junisonntag gegen 13 Uhr das Mittagessen bringen wollten. Die alte Frau, die schon am Vormittag nicht zu Hause angetroffen hatten, war immer noch nicht zurückgekehrt. Das war ungewöhnlich, weil Liselotte K. nach den bisherigen Erfahrungen sonst nur in ihrem Wohnumfeld allein unterwegs war.

Die Suche der Polizei verlief seinerzeit erfolglos. Ein Spürhund der Rettungsstaffel lief am Tag nach ihrem Verschwinden noch einmal auf einem Zick-Zack-Kurs durch mehrere Straßen im Wohngebiet, ohne die Vermisste aufzuspüren.

Die Rentnerin aus Nord war nicht mehr ganz orientiert

Lieselotte K., die altersbedingt mehr und mehr „schwächere“ Phasen durchlebte und zuweilen die Orientierung verlor, blieb somit verschwunden. Dabei war sie wegen ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung gar nicht gut zu Fuß.

Schlimmste Befürchtungen sind nun vermutlich wahr geworden. Zwei Jungen (9 und 10 Jahre alt) spielten in einem kleinen Waldstück an der Briester Straße, an einer Stelle, zu der normalerweise niemand vordringt. An einem Wassergraben unweit des Brandenburger Elektrostahlwerks entdeckten sie am Donnerstagnachmittag gegen 17.30 Uhr eine stark verweste Leiche, die im Gebüsch lag.

Die Jungen taten das Richtige. Sie liefen sie nach Hause, einer von ihnen wohnt nur etwa zweihundert Meter entfernt vom Fundort. „Da liegt eine tote Frau“, riefen sie aufgeregt der Mutter zu, die daraufhin die Polizei verständigte.

Handtasche mit Personaldokumenten lag neben der Leiche

Polizeibeamte entdeckten neben dem Leichnam eine Handtasche, in der sich Personaldokumente von Liselotte K. befanden. Die Kriminalpolizei hat inzwischen ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Leiche wurde nach Angaben von Polizeisprecher Oliver Bergholz beschlagnahmt und zur weiteren Aufklärung in die Gerichtsmedizin gebracht. Dort soll eine Erbgutanalyse Sicherheit bringen, ob es sich bei der Toten wirklich um die vermisste Rentnerin aus Nord handelt. Hinweise auf eine Fremdeinwirkung gibt es nicht.

Die Jungen wurden nach dem grausigen Fund eine Stunde lang von einer Notfallseelsorgerin betreut. Nach Angaben der Mutter geht es ihnen gut, haben sie ordentlich geschlafen und sind am Vormittag zur Schule gegangen. Nur eines werden sie nicht mehr tun: in der Nähe des Fundortes noch einmal spielen.

Von Jürgen Lauterbach

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