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Feuer in Kompostanlage - Chef glaubt an Brandstiftung

20.000 Euro Schaden nach Brand in Waßmannsdorf Feuer in Kompostanlage - Chef glaubt an Brandstiftung

In Waßmannsdorf bei Schönefeld (Dahme-Spreewald) ist am frühen Dienstagmorgen ein 4000 Kubikmeter großer Komposthaufen in Brand geraten. Den Betreibern der Kompostieranlage ist dabei ein Schaden von rund 20.000 Euro Schaden entstanden. Über die Brandursache herrscht noch Unklarheit. Der Chef der Anlage sieht das allerdings anders.

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Brand in der Kompostierungsanlage in Waßmannsdorf.

Quelle: Aireye

Waßmannsdorf. Dicke Rauchschwaden sind am frühen Dienstagmorgen über große Teile Waßmannsdorfs gezogen. Der Grund dafür war der Brand in einer Kompostieranlage. Dort sind gegen 3.30 Uhr etwa 4000 Kubikmeter Altholz beziehungsweise Reisig auf dem Gelände  in der Rudower Straße in Flammen aufgegangen. Die Löscharbeiten, an denen 50 Feuerwehrleute aus der Gemeinde Schönefeld sowie Brusendorf beteiligt waren, dauerten bis in die Vormittagsstunden. Nach ersten Informationen entstand ein Schaden von etwa 20.000 Euro.

Die Feuerwehr musste in der Nacht zu Dienstag, 26. Mai 2015, nach Waßmannsdorf ausrücken. In einer Kompostieranlage war ein Feuer ausgebrochen. Rund 4000 Kubikmeter Kompost standen in Flammen. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Vormittag.

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Zunächst waren die alarmierten Einsatzkräfte von einem kleinen Feuer nahe des Waßmannsdorfer Klärwerkes ausgegangen, das schnell gelöscht werden könnte. Als die Feuerwehrleute am Einsatzort eintrafen, brannte jedoch bereits die halbe Anlage. Aufgeschütteter Kompost erhitzt sich. Es kann zu hefitger Rauchentwicklung kommen. Deswegen wurde sofort Großalarm ausgelöst. Derartige Brände sind sehr arbeitsintensiv, denn die brennenden Haufen müssen einerseits ständig mit Wasser benetzt, andererseits aber auseinandergezogen werden. Dazu wurden die betriebseigenen Radlader herangezogen.

Vorsorglich ließ die Polizei eine Warnmeldung veröffentlichen, in der man Anwohner um das Schließen von Fenstern und Türen in Häusern und Wohnungen bat. Immer wieder gingen in den Notrufleitstellen Anrufe von  Bürgern ein. Der Rauch rieche zwar extrem, hieß es vor Ort, aber es gebe keinen Anlass zur Sorge wegen möglicher Rauchgasvergiftungen. Gegen 9.30 Uhr konnte der zuständige Einsatzleiter den Einsatz beenden.

Unterschiedliche Meinungen zur Brandursache

Darüber, warum es zum Brand kam, gibt es unterschiedliche Aussagen. „Zur Brandursache wird ermittelt“, sagt Polizeisprecherin Ines Filohn. Siegfried Edel, Geschäftsführer der Kompostieranlage, ist anderer Meinung: „Dieser Brand ist nicht natürlich entstanden“, sagt er. Der Komposthaufen habe nur oberflächlich gebrannt. Das sei ein Zeichen dafür, dass das Feuer  gelegt worden sei, sagte Edel.  Das Unternehmen sei bereits des Öfteren Ziel von Einbrechern gewesen, sagt Edel weiter. Möglicherweise sei diesmal jemand frustriert über einen missglückten Diebstahl gewesen und habe deshalb das Feuer gelegt, mutmaßt er.

Von Peter Jagst und MAZonline

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