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Lose Radmuttern: Anschlag auf Linke-Politiker

Berlin Lose Radmuttern: Anschlag auf Linke-Politiker

Der Berliner Linke-Politiker Hans Erxleben lebt gefährlich. 2015 war sein Auto in Brand gesetzt worden. Nun haben Unbekannte Radmuttern an seinem Auto gelöst – und damit die Gefährdung seines Lebens und das seiner Familie in Kauf genommen. In seinem Bezirk Treptow-Köpenick ist Erxleben ein umstrittener Politiker.

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Quelle: dpa (Genrefoto)

Berlin. Auf den Berliner Linke-Politiker Hans Erxleben ist möglicherweise ein Anschlag verübt worden. Unbekannte hätten an einem Vorderrad seines Autos Radmuttern gelockert, teilte das Bündnis für Demokratie und Toleranz Treptow-Köpenick am Freitag mit. Die Täter hätten einen Unfall und damit eine Gefährdung des Lebens von Erxleben und seiner Familie billigend in Kauf genommen.

Die Polizei bestätigte den Sachverhalt in Adlershof, ohne den Namen des Betroffenen zu nennen. Der frühere Bezirksverordnete engagiert sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus. 2015 war sein Auto in Brand gesetzt worden.

„Der Anschlag auf Dr. Hans Erxleben und seine Familie ist feige und zutiefst heimtückisch. Wir verurteilen dies aufs schärfste“, erklärte der Sprecher des Bündnisses für Demokratie und Toleranz Treptow- Köpenick, Lars Düsterhöft, der für die SPD im Abgeordnetenhaus sitzt.

Erxleben soll demnächst für sein gesellschaftliches Engagement mit der Bürgermedaille des Bezirks ausgezeichnet werden. CDU, FDP und AfD sprachen sich dagegen aus, weil er bekanntermaßen in der DDR zeitweise für die Stasi arbeitete. Der Vorgang hatte zuletzt für hitzige Debatten im Bezirk gesorgt.

In Treptow-Köpenick und im benachbarten Neukölln hatte es zuletzt immer wieder Angriffe unterschiedlichster Art auf Menschen gegeben, die sich für Demokratie und Toleranz einsetzen und gegen Rechtsextremismus eintreten.

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Von Stefan Kruse

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