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Manipulierter Fahrtenschreiber: Kripo ermittelt

Ermittlungen gegen Fuhrunternehmen Manipulierter Fahrtenschreiber: Kripo ermittelt

Diese Geschichte hat viele MAZ-Leser bewegt. Vor rund einer Woche hat die Polizei auf der A24 bei Fehrbellin einen Lkw mit manipuliertem Fahrtenschreiber aus dem Verkehr gezogen. Jetzt ermittelt die Kripo, auch gegen den türkischen Fuhrunternehmer. Am Ende muss der Staatsanwalt entscheiden, ob Anklage erhoben wird.

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Die Polizei zog einen Lkw mit manipuliertem Fahrtenschreiber aus dem Verkehr.

Quelle: dpa

Fehrbellin. Sachverständige der Dekra staunten nicht schlecht über die graue Box, mit der ein Fahrtenschreiber in einem türkischen Lkw so manipuliert wurde, dass der Fahrer keine Ruhezeiten einzuhalten brauchte. Spezialisten untersuchen das Gerät und übermitteln ihre Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft. Ob und wann die Staatsanwaltschaft Anklage erhebt, kann noch nicht gesagt werden. Die Ermittlungen ziehen sich hin.

Die Kriminalpolizei geht der Frage nach, in welcher Weise sich neben dem Fahrer der Fuhrunternehmer strafbar gemacht hat. Die Ermittler möchten wissen, ob ähnliche Manipulationsboxen in anderen Lkw des Spediteurs eingebaut worden sind. Da es sich um einen türkischen Unternehmer handelt, müssen sie möglicherweise um Amtshilfe bei Kollegen aus der Türkei bitten. Der Lkw-Fahrer hatte zugegeben, dass mit einer Fernbedienung über die hinter der Innenverkleidung der Fahrerkabine eingebaute graue Box der Fahrtenschreiber so manipuliert werden konnte, dass der Fahrer keine Ruhezeiten einzuhalten brauchte. Er musste eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro hinterlegen und den Lkw in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen lassen – ohne die ominöse Box.

Die Beamten der Sonderüberwachungsgruppe der Polizeidirektion Nord treffen täglich auf von Termindruck geplagte Lkw-Fahrer, die längst nicht alle die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten. Eine derart ausgefeilte dreiste Manipulationstechnik wie am 11. Dezember hatten sie laut einer Polizeisprecherin bis dato aber noch nie gesehen.

Von Dirk Klauke

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