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Mann in Berliner Party-Kiez getötet

Er starb auf dem Gehweg Mann in Berliner Party-Kiez getötet

Unweit des RAW-Geländes im Berliner Party-Kiez Friedrichshain ist ein Mann vor einem Imbiss zusammengebrochen und gestorben. Die Ermittler gehen von einer Gewalttat aus. Rund um das Gelände ist die Kriminalität in den letzten Monaten immer stärker angestiegen. Nun gibt es Kritik am Innensenator – und eine mobile Wache wird gefordert.

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Die Kriminalität auf dem RAW-Gelände nimmt stetig zu.

Quelle: dpa

Berlin. In der Nähe des RAW-Geländes in Berlin-Friedrichshain ist ein Mann ersten Erkenntnissen zufolge getötet worden. Er brach in der Nacht auf Samstag vor einem Imbiss zusammen und starb. Die Art seiner Verletzungen am Oberkörper deute darauf hin, dass der Unbekannte Opfer einer Gewalttat geworden sei, teilte die Polizei mit. Medien berichten, dass der Mann offenbar mit einem Messer tödlich verletzt worden sein soll. Die Hintergründe sind jedoch noch unklar. Von möglichen Tätern fehlte zunächst jede Spur.

Die Polizei bat um Mithilfe von Zeugen. Die ermittelnde Mordkommission erhoffe sich Informationen von den vielen Menschen, die in der Nacht zum Samstag in dem beliebten Ausgehviertel unterwegs waren, sagte ein Sprecher. Este Hinweise seien eingegangen. Eine Obduktion wurde am Samstag durchgeführt, aus ermittlungstaktischen Gründen gab die Polizei die Ergebnisse allerdings nicht bekannt. Nach erstem Augenschein handle es sich bei dem Opfer um einen jüngeren Mann, sagte der Sprecher. Seine Identität war noch unklar.

Gewalttätige Überfälle und Diebstähle nehmen zu

Der Vorfall ereignete sich an der Ecke der Revaler Straße und der Warschauer Straße - wenige Meter vom RAW-Gelände entfernt. Auf der Partymeile mit mehreren Clubs sind in den vergangenen zwei Jahren die Zahlen der Gewalt-, Drogen- und Eigentumsdelikte deutlich gestiegen. Immer wieder werden Menschen dabei auch verletzt.

Im v ergangenen August griffen zwei Männer die Frontfrau der Rock-Gruppe Jennifer Rostock an. Einer der beiden verletzte den Begleiter der Sängerin mit einem Messer am Hals. Im Oktober wurde unweit des früheren Reichsbahn-Ausbesserungswerks ein Mann mit einer schweren Schnittwunde gefunden.

SPD: Falsche Prioritäten bei der Polizei

In einer Mitteilung forderte die SPD Friedrichshain-Kreuzberg am Samstag eine mobile Polizeiwache am RAW-Gelände. „Es kann doch nicht sein, dass jede Nacht die Wannen der Polizei durch den Friedrichshainer Nordkiez fahren, während gut zwei, drei Kilometer weiter rund ums RAW-Gelände Gewaltdelikte, Drogenhandel und Taschendiebstähle an der Tagesordnung sind“, sagte die SPD-Kreisvorsitzende Julia Schimeta. Innensenator Frank Henkel (CDU) müsse endlich vernünftige Prioritäten setzen.

Von dpa

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