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Mann lässt sich von „Freund“ zweimal betrügen

Hilfsbereitschaft dreist ausgenutzt Mann lässt sich von „Freund“ zweimal betrügen

Ein 58-Jähriger aus Neuruppin ist gleich zweimal auf einen Bekannten hereingefallen, der an seine Hilfsbereitschaft appelliert hatte. Doch der dreiste Bittsteller, der Handyverträge und Bargeld abschwatzte, nutzte den 58-Jährigen nur aus. Der Neuruppiner ist auf einem hohen Schaden sitzengeblieben.

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Wer für einen Kumpel einen Handyvertrag abschließt, muss für die Kosten gerade stehen.

Quelle: dpa

Neuruppin. Das Betrugsdrama nahm schon im Januar dieses Jahres seinen Anfang. Da erschien der 24-jährige Bekannte bei dem 58-jährigen Neuruppiner und bat ihn, für ihn einen Handyvertrag abzuschließen. Grund: Der 24-Jährige konnte aufgrund eines negativen Schufa-Eintrages selbst keinen Vertrag mehr abschließen. Der Bittsteller versicherte, er werde den Vertrag nach zirka zwei Monaten ablösen und selbstverständlich für alle Kosten aufkommen. Der 58-Jährige ließ sich darauf ein und schloss den Handyvertrag ab.

Zwei Tage später erschien der 24-Jährige erneut und bat darum, auch für seine Lebensgefährtin einen Mobilfunkvertrag abzuschließen – auch dieser Bitte kam der 58-Jährige nach. Doch statt wie versprochen die monatlichen Gebühren zu übernehmen und den Vertrag abzulösen, vertröstete der 24-Jährige seinen Bekannten jeden Monat aufs Neue, bis dieser den Glauben an die Redlichkeit seines Schuldners verlor. Er kündigte beide Mobilfunkverträge. Insgesamt sind ihm durch die schon angefallenen Monatlichen Gebühren sowie die Restlaufzeit des Vertrags 1890 Euro Schaden entstanden. Seit April hörte der Neuruppiner dann auch nichts mehr von seinem Bekannten.

Bis Ende August: Da erschien der 24-Jährige erneut bei dem 58-Jährigen. Der dachte schon, er bekommt nun sein Geld zurück – aber weit gefehlt. Der Schuldner bat statt dessen um noch mehr Geld, um Kindergartengebühren, Stromrechnungen und anderes begleichen zu können. Dabei schilderte er seine Notlage so emotional, dass der 58-Jährige alles Geld zusammenkratzte und dem jungen Mann 355 Euro überließ, ohne zuvor einen Ratenvertrag aufzusetzen. Bis heute hat er von seinem geliehenen Geld nichts wieder gesehen.

Von MAZonline

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