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Mann stirbt bei Musikfestival in Kiekebusch

Second Horizon Festival Mann stirbt bei Musikfestival in Kiekebusch

Das Second Horizon Festival – es sollte ein Abenteuer mit psychedelischen Sounds werden. Das erste dieser Art unmittelbar am Strand des Kiekebuscher Kiessees. Doch viele Interessierte müssen draußen bleiben. Die Kapazitäten sind längst mit 2200 Menschen erreicht. Nun überschattet ein Todesfall das Debüt.

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Für den jungen Mann kam jede Rettung zu spät.

Quelle: dpa-Symbolbild

Kiekebusch. Es ist das Festival-Debüt des „Second Horizon Festivals“ in Kiekebusch, einem Ortsteil der Gemeinde Schönefeld. Doch ein tragischer Todesfall überschattet die Psychedelic-Sounds-Veranstaltung. Auf dem Festivalgelände haben Rettungskräfte einen toten Mann geborgen, wie MAZonline am Sonnabend erfuhr.

Gegen 9.30 Uhr rückten Rettungskräfte zum Einsatz aus, nachdem Second-Horizon-Besucher einen leblosen Körper entdeckt hatten. Doch für den 27 Jahre alten Mann war es bereits zu spät. Es konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Ein Obduktion soll nun nähere Hinweise zur Todesursache liefern. Geklärt werden soll dabei auch, ob der in Hessen lebende iranische Flüchtling unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag auf Anfrage von dpa.

Toter Festivalbesucher trug Badesachen

Ein Sprecher der Polizei bestätigte gegenüber MAZonline, dass es sich bei dem Toten um einen Festivalbesucher gehandelt habe. Als man ihn barg, „war der Mann mit Badesachen bekleidet“, so der Beamte. Gegenwärtig laufen die Ermittlungen zur Todesursache. „Sicher kann ich sagen, dass es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung gegeben hat“, berichtet der Polizeisprecher.

Ansonsten habe man außer Lärmbeschwerden keine großen Probleme mit der Veranstaltung. „Die Anlage ist abgenommen und verplombt“, sagt er. Einschreiten müsse man nicht.

Zu viele Besucher: Anreisende müssen wieder zurück

Es ist das erste Second-Horizon-Festival. „Ein unglaubliches Abenteuer“ sollte es werden. Neu und einzigartig mit Psychedelic Sounds auf zwei Floors. „Der Badesee und seine Strände werden zum Tanzparadies“, heißt es auf der Veranstalter-Webseite.

Genehmigt wurde die Veranstaltung nach MAZ-Informationen für 2200 Personen. Doch das Second-Horizon wird deutlich stärker nachgefragt. Die Veranstalter hatten mit einem Ansturm, wie sie ihn jetzt erleben, offenbar nicht gerechnet. Schon nach kurzer Zeit mussten viele Interessierte draußen bleiben. Auf Facebook schrieben die Veranstalter gegen Mitternacht von Freitag auf Samstag: „Achtung, aufgrund behördlicher Anordnung darf keiner mehr auf das Gelände gelassen werden. Wir sind voll. Alle jetzt Anreisenden müssen wir wieder nach Hause schicken.“

Reaktionen auf Besucherstopp beim Festival

Fehler in der Konzeption werden angesichts der Premiere gerne verziehen, Kinderkrankheiten könnte man sagen. Das Verständnis zeigt sich in den Kommentaren derer, die sich am Ende eine andere Wochenendgestaltung suchen durften. Doch vereinzelt gibt es auch verärgerte Menschen, die sich beispielsweise ein früheres Statement seitens der Veranstalter gewünscht hätten. Ein Facebook-Nutzer fragt außerdem, ob er sein Geld wiederbekommt. Ob er selbst mit vorab gekaufter Karte nicht auf das Festival kam, ließ er aber offen. Der Todesfall war auf Facebook unterdessen bis Samstag kurz vor Mitternacht offenbar noch nicht öffentlich bekannt geworden.

Beliebtes Festivalgelände in Flughafennähe

Das Gelände am Kiessee Kiekebusch ist ein bei Veranstaltern bekanntes und gern genutztes Festivalgelände. Es liegt in unmittelbarer Nähe zum künftigen Großflughafen BER. Erst vor zwei Wochen fand dort das „Goagil and Ariane“-Festival statt.

Von MAZonline

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