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Massenschlägereien in Berliner Asylheimen

Flüchtlinge gehen auf Sicherheitsdienst los Massenschlägereien in Berliner Asylheimen

In zwei Berliner Flüchtlingsunterkünften ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Während es in Adlershof zwischen rund 100 Personen zu Rangeleien kam, weil die Bewohner mit „Neuankömmlingen“ nicht einverstanden waren, gingen in Lichtenberg 40 Heimbewohner mit Kanthölzern auf den Sicherheitsdienst los.

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Quelle: dpa

Berlin. Drei Leichtverletzte und ein Schwerverletzter sind das Ergebnis zweier Auseinandersetzungen in Flüchtlingsunterkünften in Berlin Adlershof und Lichtenberg, die sich Donnerstagabend und in der vergangenen Nacht ereigneten.

100 Menschen geraten aneinander

In Adlershof sind am Freitagabend gegen 21.30 Uhr rund 100 Menschen aneinander geraten, teilte die Polizei nach ersten Ermittlungen mit. Die Bewohner sollen mit dem Einzug einer neuen Gruppe nicht einverstanden gewesen sein. Was genau sie störte, war zunächst unklar. „Das werden dann hoffentlich die Vernehmungen ergeben“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Als Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes den Streit beenden wollten, griffen die Anwohner auch die Wachleute an. Dabei erlitt ein Mitarbeiter durch einen Faustschlag eine Gesichtsverletzung. Er musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Außerdem kam eine 17-jährige Bewohnerin mit Unterleibsschmerzen zur Behandlung ins Krankenhaus. Sie ist schwanger und wurde bei der Rangelei gestoßen, sei aber nach eigenen Angaben unbeteiligt gewesen. Die Polizei nahmen drei Heimbewohner im Alter von 20, 22 und 24 Jahren vorläufig fest.

Flüchtlinge gehen auf Sicherheitsdienst los

Kurz nach Mitternacht dann der nächste Alarm: Der Sicherheitsdienst einer Unterkunft in der Berliner Treskowallee rief die Polizei. Rund 40 Bewohner der Asylunterkunft sollen unter anderem mit Holzlatten und Kanthölzern auf die Mitarbeiter des Wachschutzes losgegangen sein, nachdem sie einem betrunkenen Flüchtling den Zutritt zur Unterkunft verweigert hatten. Ein 26-jähriger Flüchtling erlitt leichte Verletzungen. Nach einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus stellte er eine Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Mitarbeiter der Unterkunft.

Während der Auseinandersetzung wurde auch der 32 Jahre alte Heimleiter verletzt. Er erlitt Gesichtsfrakturen und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Als die Polizei eintraf, warf ein 21-jähriger Tatverdächtige das Kantholz, mit dem er zuvor den Heimleiter verletzte, auf den Diensthundführer. Daraufhin biss der Hund des Beamten zu. Die Wunde wurde anschließend ambulant behandelt. Er muss sich nun wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Von MAZonline

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