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Mensch stirbt bei Kollision mit ICE

Sperrung der Bahnstrecke bei Brieselang Mensch stirbt bei Kollision mit ICE

Der Lokführer eines ICE hat am Dienstagmorgen einen lauten Knall gehört und leitete eine Notbremsung ein. Schnell war klar, dass es sich um eine Kollision mit einem Menschen handelte. Kriminaltechniker sind vor Ort und klären die Identität des Opfers. Die Bahnstrecke Berlin-Hamburg war lange zwischen Falkensee und Brieselang voll gesperrt.

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Der Bahnhof in Brieselang ist abgesperrt. Unweit davon wurde ein Mensch vom ICE erfasst.

Quelle: dpa

Brieselang. Wie aus dem Nichts hörte der Lokführer des ICE 908, der in Richtung Hamburg unterwegs war, am Dienstagmorgen gegen 8.30 Uhr einen lauten Knall und leitete eine Notbremsung ein. Es stellte sich heraus, dass es ein Mensch war, der durch die Kollision mit dem ICE starb.

Der Zwischenfall ereignete sich auf freier Strecke, etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Brieselang. Noch ist unklar, warum der Zug mit der Person kollidierte. Bisher konnte die Identität des Toten nicht gesichert werden. „Der Tatort erstreckt sich vom Bahnhof Brieselang aus auf einen Kilometer in Richtung Hamburg“, sagte Jana Birnbaum, Sprecherin der Polizeidirektion West.

Der ICE erfasste eine Person auf freier Strecke

Der ICE erfasste eine Person auf freier Strecke.

Quelle: Stähle

„Das Opfer ist mit voller Wucht von dem ICE erwischt worden.“ Bundespolizei und Kriminaltechniker sind vor Ort und sichern die Spuren. „Das wird sicherlich mehrere Stunden dauern“, so Birnbaum weiter. Die Strecke zwischen Brieselang und dem Abzweig Falkenhagen war in beide Richtungen gesperrt.

550 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt

Die etwa 550 Fahrgäste mit Fahrtziel Hamburg blieben bei dem Vorfall unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Angehörige der Bundespolizei und Kriminaltechniker untersuchten den betreffenden Abschnitt zwischen Falkenhagen und Brieselang, auf dem der Zugverkehr komplett eingestellt war. Inzwischen ist die Strecke nach mehr als 4 Stunden wieder freigegeben.

Einsatz auf den Schienen

Einsatz auf den Schienen: Den Kräften muss sich ein schreckliches Bild geboten haben.

Quelle: Stähle

Der betroffene ICE stand auf einem Durchfahrtgleis im Bahnhof Brieselang. „Es wird jetzt ein Leerzug herangeführt, in den die Fahrgäste umsteigen können“, sagt Bahnsprecher Burkhard Ahlert am Vormittag gegenüber der MAZ. Der Zug sollte parallel zum Unglückszug aufgestellt werden, so dass die Passagiere über Stege in den Ersatzzug hätten wechseln können. Der Zug setzte seine Fahrt letztlich aber nach Hamburg noch bis nach Nauen fort, um den sicheren Umstieg der Fahrgäste zu gewährleisten.

Der Bahnhof ist über Stunden gesperrt

Der Bahnhof ist über Stunden gesperrt.

Quelle: Julian Stähle

Regio unterbrochen, Fernverkehr umgeleitet

Der Fernverkehr wurd laut der Deutschen Bahn über Stendal umgeleitet. Reisende mussten mit Verspätungen von etwa 45 Minuten rechnen. Darüber hinaus waren auf der betroffenen Strecke auch mehrere Regionalbahnlinien unterbrochen. Die Bahn hatte sechs Busse im Schienenersatzverkehr im Einsatz, die zwischen Falkensee, Finkenkrug und Nauen pendelten. Die Einschränkungen dauerten bis zum Mittag an.

Von Melanie Höhn und Andreas Kaatz

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