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Messermann verschanzt sich im U-Bahntunnel

Großer SEK-Einsatz in Berlin: U-Bahn evakuiert wegen Räuber mit Waffe Messermann verschanzt sich im U-Bahntunnel

Das SEK hat am Freitagnachmittag einen Mann im U-Bahntunnel aufgespürt. Er verschanzte sich dort mit einem gezogenen Messer. Zwei U-Bahnhöfe wurden gesperrt, ein Zug evakuiert. Nach MAZ-Informationen hatte der Mann zuvor in einer Rossmann-Filiale mit dem Messer hantiert.

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Das SEK hat einen Mann mit Messer im U-Bahntunnel gesucht. Es wurden auch Polizeihunde eingesetzt.

Quelle: Andre Braune

Berlin. Durch einen großen Polizeieinsatz in einem Berliner U-Bahntunnel ist ein bewaffneter Mann festgenommen worden. Bei der Suche nach dem Flüchtenden, der ein Messer bei sich hatte, war auch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei dabei, wie eine Polizeisprecherin am Freitagabend berichtete. Zwei U-Bahnhöfe der Linie 6 in Kreuzberg und Mitte waren zwei Stunden gesperrt, der Bahnverkehr unterbrochen.

Der Mann hatte gegen 16.30 Uhr den Polizeieinsatz ausgelöst, weil er mit einem Messer in der Hand im U-Bahnhof Kochstraße auf die Gleise und in den Tunnel gelaufen war. Die Polizei ging davon aus, dass er sich im Tunnelbereich verschanzen wollte. Zuvor soll der Mann mit einem Messer in der Hand die Rossmann-Filiale in der Rudi-Dutschke-Straße betreten haben. Dort entwendete der 26-Jährige Kosmetika. Als ein Mitarbeiter ihn darauf ansprach, zückte er das Messer und flüchtete in den U-Bahnhof Kochstraße. Nach rund zwei Stunden wurde der Gesuchte gefunden und festgenommen.

Die U-Bahnstationen Kochstraße und Stadtmitte wurden geräumt.

Quelle: Braune

Die Polizei sperrte und räumte zunächst den Bahnhof Kochstraße am Checkpoint Charlie sowie die benachbarte Station Stadtmitte. Die Züge der Linie U6 wurden angehalten und der Strom ausgeschaltet. Eine U-Bahn blieb zwischen den Bahnhöfen Kochstraße und Stadtmitte stehen. Eine Passagierin berichtete, Polizisten seien mit gezogenen Waffen und Taschenlampen durch den Tunnel gelaufen. Der Zug wurde evakuiert. Nach einer knappen Stunde öffneten sich die Türen des Zuges, die Reisenden wurden anschließend zum Ausgang geführt.

Am Bahnhof Stadtmitte sollen zwei verletzte Personen vom Bahnhof gebracht worden sein. Diese Angaben bestätigte die Polizei zunächst nicht. Eine Verletzung durch den Bewaffneten schloss ein Sprecher aus. Möglicherweise hätten einige Menschen bei der Evakuierung der U-Bahnhöfe oder des Zuges Kreislaufprobleme bekommen. Am Samstag bestätigte sich diese Vermutung. Zwei Fahrgäste klagten nach der Evakuierung tatsächlich über Kreislaufprobleme. Rettungskräfte versorgten die Betroffenen und brachten sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.

Nach Angaben der Polizei stellte sich der Verdächtige selbst, als das SEK auf der Suche nach ihm war. Weitere Ermittlungen übernimmt nun die Kripo.

MAZonline / Andre Braune

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