Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° Schneeregen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Morddrohung gegen AfD-Mann in Perleberg

Stinkefinger und Pöbelei Morddrohung gegen AfD-Mann in Perleberg

Ein Mitarbeiter der Alternative für Deutschland (AfD) ist am Mittwoch von einem 27-jährigen Perleberger bedroht und beleidigt worden. Während des Streits fielen auch die Worte: „Wir stechen dich ab!“. Gegenüber der Polizei gab der junge Mann den Ausspruch zu und gab den Beamten zugleich seinen Beweggrund dafür an.

Voriger Artikel
Mit geklautem Handy im Gericht erwischt
Nächster Artikel
Radfahrer bei Unfall schwer verletzt


Quelle: dpa

Perleberg. Einen 27-jährigen Perleberger überführte die Polizei am Mittwoch wegen des dringenden Tatverdachts der Bedrohung und Beleidigung. Der Mann hatte einen Mitarbeiter des Bürgerbüros der Alternative für Deutschland“ in Perleberg (AfD) mit den Worten „Wir stechen dich ab“ bedroht. Laut Polizeipressesprecher Toralf Reinhardt von der Polizeiinspektion Neuruppin konnte der Mann dank intensiver Ermittlungen von Beamten des Staatsschutzes überführt werden.

Pöbeleien im Wittstocker Büro

Wie Detlev Frye, Pressesprecher der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, mitteilte, seien am Dienstagnachmittag ein junger Mann und eine junge Frau vor das Büro des AfD-Landtagsabgeordneten Rainer von Raemdonck in der Wittenberger Straße von Perleberg getreten und hätten den Mitarbeiter des Abgeordneten mehrfach angepöbelt, beleidigt und ihm schließlich „sogar auf offener Straße gedroht, ihn abzustechen“, wie Frye mitteilt. Der Mitarbeiter habe daraufhin bei der Polizei Anzeige wegen Bedrohung und Beleidigung erstattet. Bereits in der Nacht zu Dienstag sei der AfD-Briefkasten mit Hundekot verunreinigt worden.

Die Beamten hatten den Mann am Mittwoch in seiner Wohnung angetroffen. Er habe die Tat eingeräumt und mit seiner ablehnenden Haltung gegenüber Mitgliedern der Partei begründet. Der polizeilich bekannte Mann sei „über die Rechtsfolgen seines Verhaltens“ belehrt und aufgefordert worden, ähnliches künftig zu unterlassen. Eine Festnahme sei nicht erfolgt, sagte Toralf Reinhardt auf MAZ-Nachfrage.

Polizei-Pressesprecherin Antje Collin hatte zuvor die Anzeige bestätigt. „Demnach wurde der Geschädigte gegen 16.40 Uhr von dem Mann und einer Frau mit dem ausgestreckten Mittelfinger provoziert. Als er das Paar zur Rede stellen wollte, sei es zu der verbalen Entgleisung gekommen. Die Leitung der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Neuruppin übernommen.

Zur Rolle der Frau, die wegen vieler Piercings aufgefallen sei, könne noch nichts gesagt werden, hieß es. Laut Anzeigenerstatter seien beide Personen dem linken Spektrum zuzuordnen, sagte Antje Collin. Den Vorfall mit dem Hundekot konnte Antje Collin hingegen nicht bestätigen.

Von Andreas König

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizei
8dc57e04-f9de-11e6-9834-b3108e65f370
So flogen die Breeser Bomben in die Luft

Breese, 23. Februar: Im Drei-Sekundentakt wurden am Donnerstag 18 Fliegerbomben bei Breese gesprengt. Die tödliche Last stammte aus den letzten Kriegstagen im Februar 1945. Nun kann der neue Deich gebaut werden, den Ort vor Hochwasser schützen soll.

Sollte es für Erst- und Zweitklässler Zensuren geben?