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Nach A10-Todescrash: Mann in Lebensgefahr

6 Menschen tot Nach A10-Todescrash: Mann in Lebensgefahr

Nach dem Horrorcrash vom Freitag auf der A10 mit sechs Toten schwebt ein weiterer Insasse noch immer in Lebensgefahr. Der 25-Jährige, der schwere Kopfverletzungen und mehrere Knochenbrüche erlitten hat, liegt im künstlichen Koma. Wie es zu dem schweren Unfall kommen konnte, ist noch völlig offen. Am Montag könnte es Klarheit geben.

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Schwerer Unfall am Freitag auf der A10 am Dreieck Barnim.

Quelle: dpa

Schwanebeck, Potsdam. War es Unachtsamkeit oder ein technischer Defekt? Wie es zu dem schweren Unfall mit sechs Toten auf dem Berliner Ring kam, ist weiterhin unklar. Am Freitag war der Fahrer eines bulgarischen Transporters am Autobahndreieck Barnim auf einen Lastwagen aufgefahren. Der 27-Jährige überlebte schwer verletzt und wird nach Angaben der Polizei in Frankfurt (Oder) in einer Spezialklinik behandelt. Er sollte nach Möglichkeit am Montag vernommen werden.

Es ist Freitagnachmittag, als ein bulgarischer Kleintransporter mit acht Autoinsassen an einem Stauende auf einen Sattelzug auffährt. Der Aufprall ist heftig. Sechs Menschen sterben noch am Unfallort. Zwei weitere werden schwer verletzt. Nach dem Unfall war die A 10 stundenlang gesperrt.

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25-Jähriger in künstlichem Koma

Ein weiterer Insasse, der ebenfalls schwer verletzt wurde, schwebt weiter in Lebensgefahr . "Sein Zustand ist unverändert hochkritisch", sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin am Sonntag. Der 25-Jährige habe Knochenbrüche und schwere Kopfverletzungen erlitten und sei am Freitag noch am Unfallort in ein künstliches Koma versetzt worden. "Der Körper braucht größtmögliche Ruhe und Schonung", erklärte die Krankenhaussprecherin.

Sechs Menschen auf der Stelle tot

Das Fahrzeug mit acht Insassen aus Bulgarien war am Freitagnachmittag an einem Stauende ungebremst in einen Sattelzug aus dem Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) gefahren. Im Kleintransporter saßen drei Frauen im Alter von 15, 30 und 61 Jahren - sie alle starben noch an der Unfallstelle - sowie fünf Männer zwischen 18 und 36 Jahren. Das geht aus persönlichen Dokumenten hervor. Von den Männern haben nur der 27-jährige Fahrer und der 25-jährige Insasse überlebt, der jetzt im Koma liegt. Der Transporter sei von der bulgarischen Stadt Russe an der Donau auf dem Weg nach Hamburg gewesen, sagte eine Sprecherin des bulgarischen Außenministeriums am Samstag. Der Lastwagenfahrer blieb unverletzt.

Kontakt zur bulgarischen Botschaft

Man sei in Kontakt mit der bulgarischen Botschaft und habe alle bekannten Personalien weitergegeben, sagte eine Sprecherin des Brandenburgischen Innenministeriums. Allerdings sei bisher lediglich der 27-jährige Fahrer des Wagens zweifelsfrei identifiziert. Rechtsmediziner sollten am Montag die Identität der weiteren Unfallopfer klären, wie die Polizei mitteilte. Neue Erkenntnisse auch zum Unfallhergang seien erst Anfang kommender Woche zu erwarten.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und Innenstaatssekretär Matthias Kahl (SPD) bedauerten den schweren Unfall und sprachen den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.

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Polizei ermittelt zur Unfallursache

Wie konnte es dazu kommen? Bei einem Horrorunfall auf der A10 sterben sechs Menschen, ein weiterer kämpft noch immer um sein Leben. Der einzige, der relatives Glück hatte, ist der Fahrer des verunglückten Kleintransporters. Doch der hüllt sich in Schweigen - und ist bereits wieder in seinem Heimatland Bulgarien. Die Polizei bemüht sich weiter, den Unfallhergang zu klären.

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