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Nach Feuer: Notbetrieb im Rathaus Brieselang

Restaurant ausgebrannt Nach Feuer: Notbetrieb im Rathaus Brieselang

Feuer im Rathausgebäude Brieselang (Havelland): In der Nacht zu Montag hat es in einem Restaurant gebrannt, das sich mit im Verwaltungsgebäude am Markt befindet. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr hält sich der Schaden für das Rathaus in Grenzen. Geschlossen ist es trotzdem, es gibt nur einen Notbetrieb.

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Die Gaststätte unter den Rathausetagen war völlig verqualmt.

Quelle: Julian Stähle

Brieselang. Nach dem Brand in einer Gaststätte in der Nacht zum Montag kann die Brieselanger Gemeindeverwaltung in dieser Woche nur einen Notbetrieb aufrecht erhalten. Zwar sind die Rathausräume im ersten und zweiten Obergeschoss durch die Flammen nicht beeinträchtigt worden, wohl aber durch den Qualm, der vom Steakhaus hochgestiegen war. Am Montag lag im Flur des Gebäudes am Markt noch starker Brandgeruch in der Luft. Die Telefonzentrale befindet sich jetzt vorübergehend am zweiten Rathausstandort, im so genannten RE 80-Gebäude nahe dem Bahnhof.

Um 23.58 Uhr wurde die Brieselanger Feuerwehr von Anwohnern alarmiert, die im Dachgeschoss ihre Wohnungen haben. Sie hatten Brandgeruch festgestellt. „Die Bewohner waren schon draußen, als wir ankamen“, sagte Gemeindewehrführer Marco Robitzsch. Nur eine Wohnung, bei der niemand aufs Klingeln geöffnet hatte, musste auf Weisung der Polizei aufgebrochen werden. Konnte doch nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch eine Person darin befindet. Allerdings wurde niemand angetroffen.

Unter schwerem Atemschutz ging es in die Räume

Unter schwerem Atemschutz ging es in die Räume.

Quelle: Julian Stähle

Derweil stellte sich schnell heraus, dass der Brandgeruch nicht aus dem Dachgeschoss kam, wie von Mietern vermutet, sondern aus der Gaststätte. Die Feuerwehr öffnete gewaltsam die Eingangstür. „Es war komplett schwarz gewesen, man konnte in dem Raum kaum gucken“, so Robitzsch. Zwei Trupps unter schwerem Atemschutz suchten mit einer Wärmebildkamera nach dem Brandherd. Am Tresen wurden sie fündig, dort brannte es auf rund drei Quadratmeter. Schnell konnten die Flammen gelöscht und ein Ausbreiten des Feuers auf weitere Gebäudeteile verhindert werden.

Die Feuerwehr setzte Hochdrucklüfter ein, um den starken Qualm zu beseitigen – so auch in den Räumen der Volkssolidarität, die direkt an die Gaststätte grenzen. Bei Gerhard Buhren, Vorsitzender der Ortsgruppe, hatte das Telefon gegen 1.19 Uhr geklingelt. Der Gemeindewehrführer bat ihn, die Räume zu öffnen. Als Buhren von hinten in die Küche kam, wehte ihm beißender Rauch entgegen. „ich hatte nur das Licht angemacht und bin gleich wieder raus.“ Gestern musste alles saubergemacht werden, der geplante Spielnachmittag fiel aus.

In der Gaststätte sah es dagegen schlimm aus. „Das war schon heftig. Der Schaden ist immens, die Inneneinrichtung ist hin“, sagt Marco Robitzsch. Hinzu kommen Wasserschäden, und auch die Decke hat in Teilbereichen gelitten. Gegen 2 Uhr konnten die mehr als 20 Mieter wieder in ihre Wohnungen. Verletzt wurde niemand. 25 Feuerwehrleute, darunter auch aus Bredow waren mit acht Fahrzeugen bis 3 Uhr im Einsatz.

Am Tresen mussten die Flammen gelöscht werden

Am Tresen mussten die Flammen gelöscht werden.

Quelle: Julian Stähle

Die Brandursache ist noch unklar. Die Kripo hat jetzt Ermittlungen zum Verdacht der Brandstiftung aufgenommen. Aber auch ein technischer Defekt kann nicht ausgeschlossen werden.

Im Rathaus finden diese Woche keine Sprechstunden statt. Da nicht feststeht, wie schädlich die Gerüche sind, werden fast alle Mitarbeiter bis auf Weiteres nach Hause geschickt, teilte Bürgermeister Wilhelm Garn mit. „Der Schutz der Mitarbeiter ist vorrangig.“

Von Andreas Kaatz

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