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Polizei gelingt Schlag gegen Automatensprenger

Luckenwalde Polizei gelingt Schlag gegen Automatensprenger

Der Polizei ist ein Schlag gegen Automatensprenger gelungen. Bei einem Großeinsatz sind vier Verdächtige festgenommen worden. Sie sollen mehrere Automaten in den Kreisen Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald zerstört haben. Den mutmaßlichen Tätern ist man wegen eines Zufalls auf die Schliche gekommen.

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Gesprengter Automat im September in Luckenwalde.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Bei einem groß angelegten Polizeieinsatz haben Kriminalbeamte am Dienstag im Landkreis Teltow-Fläming vier mutmaßliche Zigarettenautomaten-Sprenger festgenommen. Die Verdächtigen sind zwischen 17 und 25 Jahre alt und stammen aus dem südlichen Teil des Landkreises Teltow-Fläming, teilte die Polizei am Donnerstag. Nach MAZ-Informationen wohnen sie in Luckenwalde.

Verdächtig in mindestens drei Fällen

„Den vier Tatverdächtigen wird vorgeworfen, seit Anfang November in mindestens drei Fällen Zigarettenautomaten gesprengt zu haben, um an Tabakwaren und Bargeld zu kommen“, sagte Axel Schugardt von der Polizeidirektion West. Ob sie für weitere ähnliche Taten in Betracht kommen, werde derzeit geprüft.

Insgesamt hatte die Polizei in den vergangenen drei Monaten acht Fälle von gesprengten Zigarettenautomaten registriert. So waren Automaten in Luckenwalde, Wahlsdorf, Rangsdorf, Dobbrikow, Woltersdorf und Bollensdorf durch Explosionen zerstört und zum Teil ein erheblicher Sachschaden angerichtet worden. Die Spurenauswertung dauere noch an, heißt es.

Gesprengter Automat in Rangsdorf im Oktober

Gesprengter Automat in Rangsdorf im Oktober.

Quelle: Christian Zielke

Die jüngsten Straftaten ereigneten sich am Dienstagmorgen im Luckauer Ortsteil Zieckau (Landkreis Dahme-Spreewald) und in Bollensdorf bei Dahme. Gegen 2.30 Uhr ging ein Automat in Zieckau mit Hilfe von Pyrotechnik in die Luft. Die Täter richteten dabei einen Schaden von 4000 Euro an und erbeuteten Zigaretten und Bargeld. Nur kurz darauf, um 3.15 Uhr, wurde ein Automat in Bollensdorf gesprengt. Mehrere Tatverdächtige ergriffen die Flucht, nachdem Anwohner durch den lauten Knall auf die Explosion aufmerksam geworden waren.

Mutmaßliche Täter im Alter zwischen 17 und 25 Jahren

Noch am Dienstagmorgen kontrollierten Polizeibeamte im Stadtgebiet von Luckenwalde einen Ford, dessen Fahrer zunächst versucht hatte, sich der Kontrolle zu entziehen. Am Auto befanden sich vorn und hinten unterschiedliche Kennzeichen, von denen eines gestohlen war und das andere zu einem anderen Fahrzeug gehörte. „Im Auto fanden die Beamten größere Mengen an Zigarettenschachteln, die nach derzeitigem Erkenntnisstand vom Tatort in Zieckau stammen“, erklärte Axel Schugardt.

Die Polizei nahm zwei tatverdächtige junge Männer im Alter von 17 und 21 Jahren fest. Im Tagesverlauf durchsuchten Kripo-Beamte insgesamt sechs Objekte und nahmen zwei weitere Männer im Alter von 17 und 25 Jahren fest. Alle sind der Polizei bereits aus anderen Zusammenhängen bekannt.

Minderjährige aus Gewahrsam entlassen

Bei den Durchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt. Insgesamt waren an dem Polizeieinsatz mehr als 30 Beamte der Schutzpolizei, der Kripo, der Bereitschaftspolizei, der Revierpolizei und ein Diensthundeführer beteiligt.

In Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Amtsgericht Luckenwalde wurden die beiden minderjährigen Jugendlichen am Mittwochnachmittag aus dem Gewahrsam entlassen. Der 21-Jährige und der 25-Jährige wurden einem Haftrichter in Luckenwalde vorgeführt und befinden sich seither in Untersuchungshaft.

Von Elinor Wenke

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