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Polizei löst Party in Berlin mit Großaufgebot auf

Einladungen über WhatsApp Polizei löst Party in Berlin mit Großaufgebot auf

Die Volljährigkeit muss groß gefeiert werden, klar, doch so hatte sich dieser 18-jährige Berliner sein Geburtstagsfest sicher nicht vorgestellt. Über WhatsApp hatte er zu der großen Sause eingeladen, aber die Party geriet außer Kontrolle. Die Polizei wurde gerufen – und die beendete den Spuk mit einem Großaufgebot und einem Hubschrauber.

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Quelle: dpa

Berlin. Zu seinem 18. Geburtstag hatte ein junger Mann über die Nachrichten-App WhatsApp zu einer Feier in Berlin-Frohnau eingeladen. Doch die Party lief anders als gedacht.

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, geriet die Fete am Freitagabend außer Kontrolle. Der Gastgeber wusste sich nicht mehr anders zu helfen und rief die Polizei.

Gut 60 Polizisten und ein Hubschrauber waren schließlich nötig, um die Party zu beenden. Die Beamten geleiteten etwa 120 Gäste aus dem Haus der Eltern des Geburtstagskindes in der Wahnfriedstraße. Auf der nahen Kreuzung zur Ortwinstraße befanden sich weitere 130 mehr oder weniger Bekannte des Gastgebers. Viele „Partygäste“ waren mit dem Rausschmiss durch die Polizei aber nicht einverstanden und leisteten den Anweisungen der Beamten zum Verlassen der Party nicht sofort Folge. Die Polizei sprach daher Platzverweise aus.

Die Polizei sicherte schließlich mit Unterstützung aus der Luft die Abreise der Menschen, da sich auf dem Weg zu den umliegenden S-Bahnhöfen immer wieder größere Gruppen bildeten. Vereinzelt wurden Sachen beschädigt oder Widerstand geleistet.

Ungebetene Gäste dank Socialmedia – kein neues Phänomen

In den vergangenen Jahren sorgten immer mal wieder so genannte Facebook-Partys für größere Polizeieinsätze. Auch in Brandenburg. Anfang Januar 2015 wurde die Polizei zum Gemeindezentrum in Michendorf (Posdam-Mittelmark) gerufen. Dort wussten sich der 16-jährige Gastgeber und dessen Eltern nicht mehr zu helfen, als plötzlich 200 anstatt der 50 geplanten Gäste vor der Tür standen.

August 2014 mussten gleich zwei aus dem Ruder gelaufene Party von der Polizei beendet werden. Im havelländischen Schönwalde-Dorf musste eine “Facebook-Party“ mit 150 bis 200 Jugendlichen aufgelöst werden. Nur wenige Tage später war die Polizei bei einer „Facebook-Party“ in Brandenburg an der Havel gefragt. Dort musste sie rund 70 Jugendliche zurückzudrängen, denen der Einlass auf die private Feier eines 19-Jährigen verwehrt worden war.

Einen Monat zuvor beendete die Polizei in Werder OT Töplitz eine dieser Partys. Rund 200 Jugendliche feierten dort – und hinterließen eine Schneise der Verswüstung.

Noch mehr ungebetene Gäste hatte ein 31-jähriger Mann im Mai 2012. Rund 600 Feierwütige fanden sich nach einem Facebook-Aufruf auf einem Sportplatz in Rangsdorf (Teltow-Fläming) ein. Der Veranstalter rief schließlich die Polizei und bat um Hilfe bei der Auflösung der Veranstaltung, da er nicht mehr für die Sicherheit garantieren konnte.

In allen Fällen hatte der Gastgeber das soziale Netzwerk eingeladen.

Von MAZonline

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