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Polizei warnt vor häufigem Trickdiebstahl

Kriminalität Polizei warnt vor häufigem Trickdiebstahl

Sie bitten um Hilfe, doch dann bestehlen sie ihre Helfer: Weil es im Land Brandenburg seit mehreren Monaten immer wieder zu der gleichen Art von Trickdiebstahl kommt, warnt die Polizei jetzt vor dieser Masche. Die Täter haben es vor allem auf Mobiltelefone und Geldbörsen abgesehen. Von einem Täter liegt eine Beschreibung vor. Und die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Neuruppin. Sie bitten um Hilfe, doch dann bestehlen sie ihre Helfer: Weil es im Land Brandenburg seit mehreren Monaten immer wieder zu der gleichen Art von Trickdiebstahl kommt, warnt die Polizei jetzt vor dieser Masche. Die Täter haben es vor allem auf hochwertige Mobiltelefone und Geldbörsen abgesehen.

So gehen die Täter vor: Ein oder mehrere südländisch aussehende Menschen betreten Büros, Geschäfte und andere öffentlich zugängliche Einrichtungen und wedeln mit einem Zettel herum. Manchmal sind diese Zettel in Folie eingeschweißt, manchmal zeigen sie einen Stadtplan oder eine Landkarte. Die Täter täuschen vor, nach dem Weg zu fragen oder Spenden einsammeln zu wollen. Meist sprechen sie in eine unbekannte und unverständliche Sprache. Sie lenken mit ihrem Gerede und Gehabe die Anwesenden ab, um in einem geeigneten Moment offen liegende Wertgegenstände mit dem Zettel abzudecken und unbemerkt an sich nehmen zu können. Meistens werden hochwertige Mobiltelefone und Geldbörsen gestohlen. Es ist davon auszugehen, dass die Täter die Geschäfts-, Büro- und Verkaufsräume vorher auskundschaften.

Durch die Diebstähle gehen nicht nur sensible Daten verloren. Allein im Bereich der Polizeidirektion Nord ist ein Gesamtschaden in Höhe von mehreren tausend Euro entstanden. Landesweit gab es in diesem Jahr bereits mehr als 150 Straftaten dieser Art. Schwerpunkt ist der Speckgürtel von Berlin.

So ist Oranienburg (Oberhavel) besonders betroffen. Der letzte Fall ereignete sich Anfang Juli, als ein Unbekannter eine Mitarbeiterin eines Kosmetikstudios um ihr Smartphone brachte. Der Mann einen S-Bahn-Plan auf den Tisch direkt über das Smartphone gelegt und auf die Frau in einer unverständlichen Sprache eingeredet. Dann drehte sich die Mitarbeiterin kurz um, weil eine Frau das Geschäft betreten hatte. In dem Moment verließ der Mann das Geschäft nd nahm das Smartphone mit.

Von dem Täter liegt eine Beschreibung vor:

  • ca. 30 – 35 Jahre
  • ca. 170 cm
  • schlank
  • dunkelbraune Haare
  • braune Augenfarbe
  • südländische Erscheinung
  • goldfarbene Zähne links und rechts im Oberkiefer

Hinweise zum Täter nimm die Polizei Oberhavel entgegen, Tel. (03301) 8510.

Die Polizei rät:

  • Lassen Sie Ihre Wertgegenstände niemals unbeaufsichtigt oder offen liegen.
  • Verschließen Sie Büro- und Geschäftsräume beim Verlassen immer, auch wenn sie nur kurz weg sind.
  • Lassen Sie sich nicht durch fremde Personen in offensichtlich sinnlose Gespräche verwickeln oder durch andere Aktionen (z.B. Anrempeln, heruntergefallende Gegenstände aufheben u.ä.) ablenken.
  • Schützen Sie Ihre elektronischen Geräte mit sensiblen Daten (Smartphones, Handys und Tablets) durch Geräte-PINs und Bildschirmsperren.
  • Sollten verdächtige Personen in den Raum treten, ziehen Sie weitere Kollegen oder Mitarbeiter hinzu. Prägen Sie sich ihr Aussehen und ihre Abgangswege oder Fahrzeuge genau ein und informieren Sie die Polizei sofort.
  • Lassen Sie ihre gestohlenen EC- und Kreditkarten sowie für SIM-Karten (Handy, Smartphone) schnell sperren, um Folgetaten zu verhindern.
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