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Raubopfer wird selbst zum Täter

Kurioser Polizeieinsatz in Berlin Raubopfer wird selbst zum Täter

So blöd muss man erstmal sein: Ein 23-Jähriger ruft in Berlin die Polizei. Er sei Opfer eines Raubes geworden. Gerade so konnte er sich aus seiner Wohnung vor den Tätern flüchten. Doch dann suchen die Beamten nach den Räubern – und aus dem Opfer wird plötzlich ein ganz anderer Täter.

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Quelle: dpa

Berlin. Die Polizei ist am Mittwochabend zu einem vermeintlichen Raubüberfall in Berlin ausgerückt – und fanden am Ende statt mutmaßlichen Tätern Ecstasy und Amphetamine. So wurde ein Opfer plötzlich selbst zum Täter.

Gegen 21 Uhr war es in der Weddinger Luxemburger Straße zu dem kuriosen Polizeieinsatz gekommen. Ein junger Mann hatte die Polizei informiert, er sei Opfer eines Raubüberfalls geworden. Die Täter hätten ihn vor seinem Haus angesprochen und Geld gefordert. Als sie ihm Schläge androhten, sei er gemeinsam mit den Räubern in seine Wohnung gegangen. „Die Täter sollen dann 300 Euro und sein Handy erbeutet haben“, schreibt die Polizei am Donnerstag in einer Mitteilung. Allerdings habe er sich aus seiner eigenen Wohnung retten können.

Die Polizisten durchsuchten die Räume nach den Tätern, fanden aber etwas ganz anderes: 415 Pillen Ecstasy, 103 Gramm kristallisiertes Ecstasy und 330 Gramm Amphetamin. Auch die Glaubwürdigkeit des 23-Jährigen nahm immer weiter ab, während die Anzeige aufgenommen wurde. Nun wird gegen das vermeintliche Opfer ermittelt – wegen Vortäuschens eines Raubes und Handels mit Rauschgift.

Von MAZonline

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