Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -3 ° Regen

Navigation:
Großrazzia in Berlin: Imam unter Verdacht

Polizei durchsucht Moschee und Wohnungen Großrazzia in Berlin: Imam unter Verdacht

Keine Toleranz gegenüber Hass und Gewalt aus Moscheen: Ein Großaufgebot der Polizei hat am Dienstag die große Ibrahim Al Khalil-Moschee in Berlin-Tempelhof durchsucht, die als Hochburg von Salafisten gilt. Im Fokus stehen der Imam und ein junger Mazedonier, die zum Kampf in Syrien anstiften oder selbst daran beteiligt sein sollen.

Voriger Artikel
Verletztes Kind wird in Berlin versorgt
Nächster Artikel
Dallgow: Rollerfahrer von Auto erfasst

Polizisten und ein Mitglied der Islamischen Gemeinde am 22.09.2015 in Berlin.

Quelle: dpa

Berlin. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hat die umfangreichen Durchsuchungen einer Islamisten-Moschee und diverser Wohnungen begrüßt. "Wir schauen genau hin, was die islamistische Szene in der deutschen Hauptstadt treibt", teilte Henkel am Dienstag mit. "Es darf und wird keine Toleranz geben für diejenigen, die in Moscheen zu Hass und Gewalt anstacheln." Wenn es Anhaltspunkte gebe, dass Berlin als Rekrutierungsstützpunkt für den bewaffneten Kampf in Syrien genutzt wird, würden die Behörden diesem Verdacht konsequent nachgehen, betonte Henkel. "Das entschiedene Handeln der Ermittlungsbehörden gegen mutmaßliche Hintermänner ist wichtig."

400 Polizisten durchsuchten am Dienstagmorgen die Ibrahim Al Khalil-Moschee in der Colditzstraße in Tempelhof und sieben Wohnungen in Tempelhof, Neukölln und Charlottenburg. Computer und Unterlagen wurden beschlagnahmt. Ein 51-jähriger Imam, der Marokkaner ist, steht unter Verdacht, er habe junge Muslime zum islamistischen Kampf in Syrien gegen das dortige Assad-Regime aufgefordert. Ein zweiter Verdächtiger, ein 19-jähriger Mazedonier, soll schon in Syrien sein.

Der Imam, der nicht festgenommen wurde, wies die Vorwürfe am Dienstag im Gebetsraum der Moschee als "völlig absurd" zurück und bezeichnete sich als Teil von Deutschland. Er würde niemals zu Gewalt aufrufen, sagte er. Der Mann stand erst kürzlich wegen anderer Vorwürfe in Berlin vor Gericht und wurde freigesprochen.

Laut dem Verfassungsschutzbericht 2014 gilt die Moschee als Hochburg von Salafisten. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft liefen seit sechs Monaten.

Bisher liegen laut Polizei keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizei
5460125c-bac6-11e6-993e-ca28977abb01
10.Adventsgala der Chöre

Mit einem stimmungsvollen Programm sangen sich am Zweiten Advent der Neuruppiner A-cappella-Chor, der Kammerchor der Evangelischen Schule, die Ruppiner Kantorei, der Möhringchor und der Märkische Jugendchor in die Herzen der 500 Zuhörer in der Kulturkirche.

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?