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SEK überwältigt 44-jährigen Gewalttäter

Polizei ermittelt nun in einem Mordfall SEK überwältigt 44-jährigen Gewalttäter

Großeinsatz der Polizei am Donnerstag in der Prignitz: Ein Spezialeinsatzkommando musste wegen eines Gewalttäters (44) nach Wittenberge ausrücken. Der Mann hatte gedroht, einen 28-Jährigen zu töten. Dem SEK gelang es, den Gewalttäter zu überwältigen. Wie wichtig der Einsatz gewesen ist, zeigen neue Erkenntnisse, die am Freitag ans Licht gekommen sind.

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Quelle: dpa

Wittenberge. Die Polizei ist am Donnerstagmorgen mit einem Großaufgebot in Wittenberge angerückt. Ein 44-Jähriger ist dort gegen 2.15 Uhr in der Lenzener Straße in Wittenberge von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen worden. Der Mann hatte gedroht, einen 28-Jährigen umzubringen, so dass sich die Staatsanwaltschaft Neuruppin einschaltete. Der 44-Jährige ist als Gewalttäter bekannt. Ihm konnte im Zuge umfangreicher Ermittlungen nachgewiesen werden, im Jahr 2007 einen damals 30-jährigen Mann in Perleberg getötet zu haben.

Polizei hat neue Erkenntnisse in einem Mordfall gewonnen

Die Leiche des Opfers ist am 27. Januar 2007 in einer Wohnung gefunden. Der 30-Jährige hatte dort allein gelebt und war schon längere Zeit tot. Hinweise auf ein Verbrechen hatte die Polizei zunächst nicht, zumal auch das rechtsmedizinische Gutachten einen Sturz als todesursächlich nicht ausschließen konnte. 2015 erlangten die Ermittler der Mordkommission dann neue Hinweise, die auf ein Verbrechen hindeuteten. Demnach soll der Beschuldigte zur Tatzeit mit dem Verstorbenen in dessen Wohnung gewesen sein. Beide hätten gemeinsam Alkohol getrunken und wären dann in einen heftigen Streit geraten. Im Zuge dieser Auseinandersetzung habe der Ältere den Jüngeren so stark verletzt, das der 30-Jährige wenig später starb.

Beschuldigter hat mutmaßlichen Zeugen bedroht

Die Mordkommission Neuruppin ermittelt in dem Fall seit vergangenem Jahr sehr intensiv. Dies blieb nun offenbar auch dem Beschuldigten nicht verborgen. Am 12. April bedrohte der Mann deshalb einen Zeugen mit dem Tode. Dies sei auch der Grund gewesen, warum die Staatsanwaltschaft Neuruppin die vorläufige Festnahme des 44-Jährigen anordnete. Im Rahmen der Vernehmung gestand der Beschuldigte, den im Jahre 2007 Getöteten zuvor mehrfach geschlagen zu haben. Dann habe er aber die Wohnung verlassen und sein Opfer in seiner Wohnung zurückgelassen.

Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat am Freitag Haftantrag beim Amtsgericht Neuruppin gestellt. Der 44-Jährige ist dem Haftrichter vorgeführt worden, der einen Haftbefehl erließ. Die Ermittlungen von Mordkommission und Staatsanwaltschaft dauern an.

Von MAZ-online

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