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Saunabrand mit Toten: Verdächtiger sitzt

Berlin Saunabrand mit Toten: Verdächtiger sitzt

Die Öffentlichkeitsfahndung nach einem Mann, der in Verdacht steht, fahrlässig im Februar einen Saunabrand mit drei Toten verursacht zu haben, wurde die Polizei nun fündig: im Gefängnis.

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Ein Archivbild der Unglücksstelle, aufgenommen im Februar nach dem Brand mit drei Toten in der Berliner Sauna, die beliebt bei Schwulen ist

Quelle: Julian Stähle

Berlin. Viereinhalb Monate nach einem Saunabrand mit drei Toten ermittelt die Berliner Polizei jetzt gegen einen verdächtigen Mann. Der 35-Jährige sitzt derzeit wegen einer anderen Tat in einem Gefängnis in Heiligensee, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Bisher war der Mann im offenen Vollzug, das heißt, er durfte tagsüber außerhalb des Gefängnisses arbeiten. Das wurde jetzt offenbar geändert, so dass er das Gefängnis nicht mehr verlassen darf. Der Mann wurde nach Angaben der Polizei bereits am Donnerstagabend vernommen.

Die Polizei verdächtigt ihn, am 5. Februar den Brand in dem Saunaclub fahrlässig verursacht zu haben. Wie das genau geschah, wurde bisher nicht mitgeteilt. Nach dem Feuer war aber bekannt geworden, dass Besucher in dem Saunaclub geraucht hatten und die Brandschutzbestimmungen nicht eingehalten wurden. Nachdem die Polizei am Dienstag Bilder des Mannes aus einer Überwachungskamera veröffentlichte, ging ein gezielter Hinweis ein, der zur Identifizierung des Verdächtigen führte.

Nach Angaben der Justizverwaltung war der Verdächtige am 5. Februar noch nicht im offenen Vollzug, er habe seine Strafe erst am 13. März angetreten. Das Delikt wurde nicht genannt, auch nicht die Dauer der Strafe. Nachdem die Polizei am Dienstag Bilder des Mannes aus einer Überwachungskamera veröffentlicht hatte, erkannten Justizmitarbeiter im Gefängnis den Verdächtigen und alarmierten die Polizei, wie es am Freitag weiter hieß.

Der 35-Jährige sitze gegenwärtig im geschlossenen Justizvollzug. Offener Vollzug, bei dem Gefangene tagsüber einer Beschäftigung „draußen“ nachgehen und nur abends zum Schlafen wieder zurück müssen, sei immer eine Prognose-Entscheidung für eine positive Entwicklung, erklärte ein Justizsprecher. Bei Missbrauchsgefahr sei die Prognose nicht mehr positiv, dann könne die Gefängnisleitung den offenen Vollzug stoppen.

Von dpa

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