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Ins Stauende gerast – 45-Jähriger stirbt

Tödlicher Unfall auf A 9 zwischen Brück und Beelitz Ins Stauende gerast – 45-Jähriger stirbt

Ein 45-jähriger Mann ist in der Nacht zu Dienstag bei einem schweren Unfall auf der A9 bei Beelitz ums Leben gekommen. Der Mann ist mit einem Transporter in das Ende eines Staus gerast. Der Grund für den Stau war ein weiterer schwerer Unfall, der sich kurz vor Mitternacht ereignet hatte. Nach dem Doppeleinsatz kritisieren die Helfer die fehlende Rettungsgasse.

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Der Fahrer des Kleintransporters konnte nur noch tot aus seinem Wagen geborgen werden.

Quelle: Julian Stähle

Brück. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 9 zwischen Brück und Beelitz ist in der Nacht zu Dienstag ein 45-jähriger Mann ums Leben gekommen. Er war gegen 0.34 Uhr mit seinem Kleintransporter in das Ende eines Staus gerast und prallte mit seinem Fahrzeug frontal auf das Heck eines dort mit Warnblinkanlage stehenden Sattelzuges aus dem Vogtlandkreis. Der Mann konnte nur noch tot aus seinem mit Zeitungen beladenen Fahrzeug geborgen werden.

Kurz vor Mitternacht rast ein Lkw gegen einen Schilderwagen

Die Ursache für den Stau war ein Unfall, der sich kurz vor Mitternacht zwischen den Ausfahrten Brück und Beelitz ereignet hatte. Der Fahrer eines Lastwagens fuhr mit seinem Lkw auf einen Schilderwagen auf, der eine Baustelle absichern sollte. Durch den Aufprall wurde der Schilderwagen 200 Meter weit auf die mittlere Spur geschleudert. Der Fahrer des spanischen Lastzuges ist bei diesem Unfall leicht verletzt worden. Sein Wagen wurde aber so stark beschädigt, dass er von Brücker Feuerwehrleuten aus dem Lkw geholt werden musste. „Die Kameraden um Einsatzleiter Carsten Wendt mussten die verklemmte Tür aufhebeln“, erklärte Amtsbrandmeister Uwe Paul. Nach ersten Schätzungen entstand bei dem Unfall ein Schaden von 75 000 Euro.

Der Stau, der zum tödlichen Unfall führte, wurde durch einen Lkw-Unfall ausgelöst

Der Stau, der zum tödlichen Unfall führte, wurde durch einen Lkw-Unfall ausgelöst. Der Fahrer des Lastwagens war gegen einen Schilderwagen gerast.

Quelle: Julian Stähle

Wegen der Aufräum- und Rettungsarbeiten bildete sich auf der A 9 schnell ein langer Stau. In diesem kam es dann zu dem Unfall mit dem tödlichen Ende für den 45-Jährigen. Bei seiner Bergung bot sich den Rettungskräften ein verheerendes Bild. Denn das Fahrerhaus war komplett zerdrückt. „Zunächst war nicht sicher, ob der Mann allein im Fahrzeug war“, erklärt Uwe Paul von der Feuerwehr Brück. Auch beim zweiten Unfall entstand mit 65 000 Euro ein sehr hoher Schaden.

Wertvolle Zeit verloren, weil Rettungsgasse fehlt

Zum dem schweren Unfall am Stauende waren auch Kameraden aus Niemegk, Dahnsdorf und Mörz gerufen worden. Sie kritisieren das Verhalten der Kraftfahrer im Stau. „Da keine ordentliche Rettungsgasse gebildet wurde, dauert es für die Einsatzkräfte viel zu lange, zur Unfallstelle vorzudringen“, so der Brücker Amtsbrandmeister. Insgesamt wurde die Autobahn 9 in der Nacht für mehrere Stunden Richtung Berlin voll gesperrt. Die Aufräumarbeiten dauerten bis gegen 6.30 Uhr an.

Von Thomas Wachs

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