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Schwerhöriger Radler riskiert sein Leben auf Bahngleisen

Zusammenstoß in letzter Sekunde verhindert Schwerhöriger Radler riskiert sein Leben auf Bahngleisen

Es war ein brenzlige Situation am Bahnhof Wilmersdorf: In letzter Sekunde hat ein Bahnfahrer den Zusammenstoß mit einem Radfahrer verhindern können. Er bremste, als er die Gefahr erkannte und brachte den Zug nur weniger Zentimeter vor dem Mann zum Stehen. Der war schwerhörig und hatte die Gefahr gar nicht erst bemerkt.

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Quelle: MAZ/ Gartenschläger

Wilmersdorf. Das ist gerade noch gut gegangen: Dienstagabend hat der Fahrer eines Güterzuges der Havelländischen Eisenbahngesellschaft auf der Strecke von Prenzlau nach Angermünde eine Gefahrenbremsung einleiten müssen und verhinderte so einen Zusammenstoß mit einem Radfahrer.

Der 56 Jahre alte Radler hatte es zuvor offenbar eilig und die Gleise unberechtigt überquert. Er ließ den Bahnübergang links liegen und ging einfach über den Schotter. Dabei achtete er nicht auf den Zugverkehr. Weil er zudem schwerhörig ist, konnte der Berliner den einfahrenden Zug nicht wahrnehmen.

Der Lokführer erkannte die Gefahr und drückte sofort auf die Bremse. Nur wenige Zentimeter vor dem Mann soll der Zug zum Stehen gekommen sein, berichteten Zeugen. „Er war so nah, dass der Lokführer ihn schon nicht mehr aus seinem Fenster sehen konnte. Er glaubte erst, er habe den Mann mit seiner Lok erfasst“, erklärte ein Polizeisprecher. Verletzt wurde zum Glück aber niemand.

Polizeibeamte kamen zum Einsatz. Nun übernimmt die Bundespolizei die Ermittlungen wegen des Verdachtes des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Der Vorfall führte zu insgesamt 250 Minuten Verspätungen.

Von MAZonline

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