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Tödliches Unglück: ICE erfasst Mann

Zugverkehr nach Jüterbog unterbrochen Tödliches Unglück: ICE erfasst Mann

Die Regional- und die Fernbahnstrecke zwischen Jüterbog und Luckenwalde (Teltow-Fläming) war gestern ab dem frühen Nachmittag gesperrt. Grund war ein Unglücksfall. Ein ICE hatte einen Mann auf offener Strecke erfasst. Der Mann starb. Seine Identität und der Hergang des Unglücks sind bislang ungeklärt.

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Die Unglücksstelle befand sich direkt hinter der Millionenbrücke am Bahnhof Jüterbog.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Ein tödliches Unglück hat am Freitagnachmittag zur Unterbrechung des Regional- und Fernverkehrs auf der Strecke von Niedergörsdorf nach Luckenwalde sowie auf der Strecke zwischen Oehna und Luckenwalde geführt. Grund war ein Notarzteinsatz auf den Gleisen am Bahnhof Jüterbog (Teltow-Fläming).

Unbekannter Mann lief über die Gleise

Nach Auskunft der Polizei hatte sich kurz hinter der als Millionenbrücke bekannte Fußgängerbrücke eine männliche Person auf den Gleisen befunden und wurde um 14.45 Uhr von einem durchfahrenden ICE erfasst und dabei getötet. Ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelte, war bis zum Abend ungeklärt. Der Zugführer habe einen Schock erlitten, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Passagiere blieben unverletzt.

500 Fahrgäste mussten drei Stunden im ICE ausharren

Die rund 500 Fahrgäste des Doppelzugs, der von Innsbruck nach Hamburg-Altona unterwegs war, wurden nach etwa drei Stunden auf freier Strecke evakuiert. Der bereitgestellte Ersatz-Zug beförderte gegen 18 Uhr die erste Hälfte der Passagiere zum Berliner Hauptbahnhof und nach seiner Rückkehr auch die übrigen Fahrgäste. Für den Regionalverkehr sei nach der Sperrung am Nachmittag umgehend Schienenersatzverkehr eingerichtet worden. Der Fernverkehr wurde umgeleitet, so ein Sprecher der Deutschen Bahn auf MAZ-Nachfrage. Die Strecke war bis nach 20 Uhr gesperrt. Der Doppel-ICE soll nach Auskunft der Bahn anschließend in eine Werkstatt abgeschleppt werden.

Opfer-Identität unbekannt – Gerichtsmedizin soll Klarheit schaffen

Einsatzkräfte der für Gleisanlagen zuständigen Bundespolizei, deren Einsatzleiter mit dem Hubschrauber zum Unglücksort kam, der Landespolizei und der Kriminalpolizei waren vor Ort. Die Identität des getöteten Mannes konnte laut Polizei bislang nicht festgestellt werden. Frühestens in der kommenden Woche seien die Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung zu erwarten. Vor Ort gefundene, persönliche Dinge ließen Rückschlüsse auf die Identität des Mannes zu. Die Polizei hatte bis zum Abend keine Vermisstenmeldungen erhalten, die mit dem Unglück in Zusammenhang gebracht werden könnten.

Schaulustige beobachten Notarzteinsatz

Auf der Millionenbrücke versammelten sich indes Schaulustige, um trotz der Dunkelheit den Notarzteinsatz aus einigen hundert Metern Entfernung zu beobachten.

Von Peter Degener

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