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Totes Baby in Berlin: Polizei sucht brünette Frau

Zeugen gesucht und Fotos veröffentlicht Totes Baby in Berlin: Polizei sucht brünette Frau

Die Polizei sucht im Fall des toten Babys, das am 12. Mai in Berlin-Wilmersdorf gefunden wurde, dringend nach einem Paar, das in Fundortnähe gesehen wurde. Die Frau soll braune, schulterlange, wellige Haare haben. Zudem zeigt die Polizei das rote Handtuch, in das die Babyleiche eingewickelt war. Weitere Zeugen werden gebeten, sich zu melden.

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Das tote Baby, das am 12.05.2016 in Berlin in einer Grünanlage am Eisstadion an der Fritz-Wildung-Straße in Wilmersdorf gefunden wurde, war in dieses Handtuch eingewickelt.

Quelle: dpa

Berlin. Rund eine Woche nach der Entdeckung eines toten Babys in Berlin-Wilmersdorf sind bei der Polizei 15 Hinweise eingegangen. Die Polizei sucht weitere Zeugen – vor allem ein Paar, das am Morgen des 12. Mai in der Nähe des Fundortes gesehen wurde.

Das Paar war einer Autofahrerin aufgefallen, die gegen 8.15 Uhr und 8.30 Uhr in der Fritz-Wildung-Straße einen Parkplatz gesucht hat. Das Paar – eine Frau und ein Mann – kam zu Fuß und Hand in Hand aus dem Park. Die Frau machte auf die Autofahrerin einen erschöpften, verstörten Eindruck.

Die Frau wird wie folgt beschrieben:

- 30 – 40 Jahre alt
- normale Statur
- braune, schulterlange, wellige Haare
- helle Jacke

Beschreibung des Mannes:

- ebenfalls 30 – 40 Jahre alt
- normale Figur
- braunes Haar, unauffälliger Haarschnitt
- keine Brille, kein Bart
- auffällig war, dass er eine leere, größere, feste Einkaufstasche unter dem Arm trug, wie man sie in Drogeriemärkten kaufen kann
- bekleidet mit einer hellen Jacke

Die Ermittler bitten dieses Paar, sich dringend bei der Polizei zu melden.

Funde von Babyleichen in Berlin

In den Jahren 2011 bis 2015 kam es in Berlin nach offiziellen Angaben zu insgesamt neun Tötungsdelikten an Säuglingen. Im laufenden Jahr gab es bis vor dem aktuellen Leichenfund vom Donnerstag einen Fall. dpa dokumentiert mehrere Funde:

8. März 2016: Ein neugeborenes Mädchen wird tot in einer Parkanlage in Berlin-Lichtenberg entdeckt. Die Leiche ist in Handtücher gewickelt und liegt in einem Plastikmüllsack. Laut Obduktionsergebnis kam das Kind lebend zur Welt, wurde aber nicht fachgerecht entbunden. Die Polizei geht davon aus, dass das Kind getötet wurde. DNA-Proben von mehr als 400 Frauen aus einer Asylbewerberunterkunft nahe dem Fundort werden noch ausgewertet.

31. Dezember 2015: Im Krankenhaus Neukölln liegt die Leiche eines weiblichen Säuglings in der Babyklappe. Das Baby war offenbar nicht von einem Arzt entbunden worden und laut Obduktionsbericht lebensfähig. Die Mutter ist noch nicht gefunden.

20. November 2015: Ein schon weitgehend verwester Körper eines Säuglings wird in Berlin-Friedrichshain unter einem Laubhaufen entdeckt. Altkleidersäcke in der Nähe führen zu der Mutter. Die Frau wird vernommen, aber wegen mangelnder Beweise für ein Tötungsdelikt wieder freigelassen.

14. Oktober 2014: Ein Spaziergänger findet die Leiche eines männlichen Säuglings in einer Plastiktüte am Neuköllner Weichselplatz. Die Obduktion ergibt, dass der kleine Junge voll entwickelt war und mindestens eine Woche in der Plastiktüte lag.

9. April 2013: Ein Hund entdeckt in Berlin-Hellersdorf eine Tüte mit dem Leichnam eines Neugeborenen. Die Obduktion ergibt, dass der Junge bei der Geburt gelebt hat und getötet wurde.

5. April 2013: Mitarbeiter einer Recycling-Firma stoßen in einem Altkleider-Container in Berlin-Neukölln auf eine stark verweste Babyleiche in einer Plastiktüte. Später werden 800 DNA-Proben von Frauen aus der Umgebung des Fundortes ausgewertet, ein Hinweis zu der Mutter findet sich nicht.

20. August 2012: In einer vermüllten Wohnung in Berlin-Reinickendorf wird beim Entrümpeln eine Babyleiche in einem Karton entdeckt. In denselben Räumen lag zwei Monate zuvor die Leiche einer 36-jährigen Frau - vermutlich war es die Mutter.

Die Polizei veröffentlicht am Freitag auch Fotos von dem roten Handtuch, in das das tote Baby eingewickelt war. Es handelt sich um ein Frottiertuch der Marke Kibek.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei fragt: Wer kann zu dem Kind Angaben machen? Wem sind Personen aufgefallen, die möglicherweise mit der Ablage des toten Kindes in Verbindung stehen könnten? Wer kennt Frauen, die in letzter Zeit schwanger waren und nun kein Baby haben bzw. eine Schwangerschaft verborgen gehalten haben könnten? Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben?

Hinweise erbittet die Polizei an das Landeskriminalamt 113, Keithstraße 30 in 10787 Berlin, Telefon (030) 4664-911333 , per E-Mail an lka113-hinweis@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle.

Polizei hat Umgebung mit Spürhunden abgesucht

Am Donnerstag der vergangenen Woche hatte ein Spaziergänger mit seinem Hund den Leichnam des Neugeborenen in einem Gebüsch nahe dem Wilmersdorfer Eisstadion gefunden. Die Polizei suchte daraufhin die Umgebung mit Spürhunden ab. Die Obduktion ergab, dass das Kind lebend zur Welt gekommen war und bereits einige Tage in der Grünanlage lag.

Die dritte Babyleiche dieses Jahres in Berlin

Es ist bereits die dritte Babyleiche, die in diesem Jahr in Berlin gefunden wurde. Erst am 8. März war in einer Grünanlage in Berlin-Lichtenberg ein totes Baby entdeckt worden. Wie sich herausstellte, war das Mädchen getötet worden.

Totes Baby in Lichtenberg: Bisher 15 Hinweise

Anfang Januar war in Berlin-Neukölln ein toter Säugling gefunden worden. Das Kind lag in einer Babyklappe des Krankenhauses Neukölln. Das tote Mädchen war zu Silvester entdeckt worden. Die Obduktion ergab, dass das 56 Zentimeter Baby voll entwickelt und lebensfähig war.

Totes Baby in Berlin: Spur führt nach Oberhavel

In allen drei Fällen dauert die Suche nach den Müttern der Babys an.

Von dpa und MAZonline

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