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Überraschende Geburt im Rettungswagen

Unbemerkte Schwangerschaft Überraschende Geburt im Rettungswagen

Große Überraschung für eine Frau und die Rettungskräfte: Zu Pfingsten kommt auf der Landstraße zwischen Rädigke und Bad Belzig (Potsdam-Mittelmark) in einem Rettungswagen ein Kind zur Welt. Die Patientin hatte den Notruf wegen Bauchschmerzen gewählt. Doch die Bauchschmerzen entpuppten sich als Wehen.

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Quelle: dpa

Rädige. Unverhofft kommt oft. So hat an den Pfingstfeiertagen ein Kind im Rettungswagen der Johanniter das Licht der Welt erblickt. Geburtsort ist die Landstraße zwischen Rädigke und Bad Belzig gewesen. Eine Frau hatte wegen starker Unterleibsschmerzen den Notruf gewählt. Von ihrer Schwangerschaft, so soll sie letztlich angegeben haben, habe sie nichts bemerkt und sei deshalb in dem Moment überrascht worden. Wie das in diesem Fall möglich war, ist bislang ungewiss.

Das Baby ist nach MAZ-Information gesund, in Größe und Gewicht etwas klein. Es befindet sich noch auf der Frühschenstation des Städtischen Klinikums Brandenburg/Havel und ist unter Beobachtung. „Dem Mädchen geht es gut und die Mutter ist wohlauf“, bestätigt Peter Ledwon, Chefarzt der Geburts- und Frauenklinik. Nach der Geburt im Rettungswagen ist das Baby in Ledwons Station gebracht worden. Dazu ist dann ein Spezialauto, das mit einem Inkubator ausgerüstet ist, angefordert worden, wobei Zeit ins Land gegangen ist.

Ob das Kind nach der Entbindung noch schneller in ein Krankenhaus mit Geburtshilfe hätte kommen können und sollen, das wäre nach Ansicht des Mediziners Ledwon noch einmal zu erörtern. Von der Kreisverwaltung, die für die Organisation des Rettungsdienstes verantwortlich zeichnet, liegt zu der konkreten Frage noch keine Antwort vor. Gleichwohl verweist Kai-Uwe Schwinzert von der Pressestelle darauf, dass unter den Umständen die umfassende Versorgung jederzeit sicher gestellt war.

Folgerichtig sieht sich das Ernst-von-Bergmann-Klinikum bestätigt, dass die Sanitäter des Rettungsdienstes vom Klinikum aus hinreichend ausgebildet und auf Geburten dieser Art vorbereitet seien. „Im Verlauf des vergangenen Jahres wurden bei den fünf angebotenen Kursen 78 Teilnehmer gezählt“, berichtet Damaris Hunsmann. Zuletzt hat im Februar ein Lehrgang stattgefunden, sagt die Unternehmenssprecherin.

Die Klinikgesellschaft hatte die Geburtshilfe in Bad Belzig am 1. April vergangenen Jahres ungeachtet der heftigen Bürgerproteste geschlossen. Seither müssen Schwangere aus dem Hohen Fläming mitunter über 40 Kilometer zurücklegen, um ihr Kind auf die Welt bringen zu können.

Von René Gaffron

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