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Versuchter Missbrauch in Flüchtlingsheim

Teltow-Fläming: Polizeibericht Versuchter Missbrauch in Flüchtlingsheim

In Luckenwalde ist ein 26-jähriger Afghane vorläufig festgenommen worden, dem vorgeworfen wird, sich in einem Flüchtlingsheim sexuell einem siebenjährigen Mädchen genähert zu haben. Die Kriminalpolizei ermittelt.

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Die Unterkunft in der Luckenwalder Forststraße.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Ein 26-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan ist am Mittwoch in Luckenwalde vor dem Übergangswohnheim an der Forststraße festgenommen worden. Nach MAZ-Informationen hatte er sich durch einen Sprung aus einem Fenster im ersten Stock dem Zugriff der Polizei entziehen wollen und dabei leicht verletzt. Kurz vorher hatte der Heimleiter die Polizei angerufen, weil er von den Eltern eines siebenjährigen Mädchens aus Tschetschenien erfahren hatte, dass der Afghane ihre Tochter in der Vorwoche mehrmals zu vergewaltigen versucht habe.

Heimleitung wie Polizei wollten am Donnerstag keine weitergehenden Angaben zu dem Vorfall machen. Nach Informationen der Zeitung „B.Z.“ sei der Mann der Polizei bereits wegen zwei Fällen von sexueller Nötigung bekannt. In dem Heim soll er nach dem Bericht das Mädchen dreimal auf sein Zimmer gelockt und aufgefordert haben sich auszuziehen. Er habe sie aber jedes Mal wieder gehen lassen, weil sie laut weinte. Zuletzt soll er sich mit dem Kind in der Frauendusche eingeschlossen haben. Zu den beabsichtigten sexuellen Handlungen soll es aber nicht gekommen sein, weil das Kind wieder weinte und flüchten konnte, als Frauen den Duschraum betraten. Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt zu dem Verdacht des versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern. Details wollte sie am Donnerstag nicht bekanntgeben.

Nach der vorläufigen Festnahme und den Verhören dürfte der Verdächtige wieder freigelassen worden sein. Auf Nachfrage der MAZ betonte am Donnerstagabend Landrätin Kornelia Wehlan (Linke): „Es ist sichergestellt, dass der Beschuldigte die Unterkunft nicht mehr betreten wird.“

Die Bewohner und Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkünfte im Landkreis Teltow-Fläming werden nach Auskunft der Kreisverwaltung „durch umfangreiche und erprobte Sicherheitskonzepte geschützt“. Dazu gehörten neben einer 24-Stunden-Betreuung auch Hausordnungen für die Bewohner. „Verstöße gegen diese werden sofort geahndet“, so die Landrätin. „Dazu zählt auch die Verlegung von Personen in andere Heime innerhalb des Landkreises und darüber hinaus.“

„Wir bedauern den Vorfall außerordentlich“, so Kornelia Wehlan. „Der Landkreis sichert der Familie jegliche Unterstützung zu, die hilft, das Geschehene zu verarbeiten.“ Das Jugendamt des Kreises habe bereits Kontakt zur Familie aufgenommen und Hilfe angeboten.

Von MAZonline

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