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Wittenberge: Schleuser baut Unfall

Ukrainer mit gefälschtem Pass Wittenberge: Schleuser baut Unfall

Das könnte der Beginn eines Kriminalromans sein. Ein 41-jähriger Pole verursacht in Wittenberge einen Unfall, ist völlig betrunken und entpuppt sich später als ukrainischer Schleuser. Der Mann besitzt nicht nur keinen Führerschein, sondern weist sich auch noch mit einem gefälschten polnischen Pass aus.

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Quelle: dpa

Wittenberge.
Ein 45-jähriger Ukrainer hat sich nach einem Unfall am vergangenen Mittwoch auf der Perleberger Straße in Wittenberge als 41-jähriger Pole ausgegeben. Der Mann hatte betrunken einen Unfall gebaut: 2,51 Promille. Er saß am Steuer eines Mercedes, als er gegen 20 Uhr an der Ecke Horning auf die Gegenfahrbahn geriet, einen entgegenkommenden Opel Meriva streifte und mit einem Opel Corsa frontal zusammenstieß. Als wenig später die Polizei eintraf, saß der angebliche Pole nicht mehr am Steuer des Wagens. Die Beamten fanden ihn jedoch in der Nähe des Unfallortes. Der Gesamtschaden an allen drei Wagen beläuft sich laut Polizei auf 15 500 Euro.

Wenig später stellte sich anhand der Fingerabdrücke heraus, dass der Mann bei der Polizei als Schleuser bekannt ist. Im Zuge der Ermittlungen kam heraus, dass er keinen Führerschein besitzt und zudem kam der Verdacht auf, dass er sich illegal in Deutschland aufhielt. Außerdem war der polnische Ausweis gefälscht. Wegen des Verdachts der Urkundenfälschung, des unerlaubten Aufenthaltes nach unerlaubter Einreise und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis wurde der Ukrainer in Absprache mit der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen. Sein polnischer Ausweis ist sichergestellt worden. Am 25. Dezember ist dann nach richterlichem Beschluss die Wohnung des Mannes durchsucht worden. Da dort aber keine weiteren Beweise gefunden wurden, hob die Staatsanwaltschaft die vorläufige Festnahme wieder auf. Dem Ukrainer wurde die Auflage erteilt, die Bundesrepublik Deutschland innerhalb von zwei Tagen zu verlassen, da er keinen gültigen Aufenthaltsstatus besitzt.

Den Mercedes, mit dem der 45-Jährige den Unfall gebaut hatte, stellte die Polizei sicher. Der 47-jährige deutsche Halter des Wagens bestätigte, dem angeblichen Polen den Wagen überlassen zu haben. Gegen den Mann wurde unter anderem ein Verkehrsstrafverfahren eingeleitet, da er den Ukrainer das Auto überlassen hatte, ohne dass dieser eine Fahrerlaubnis besessen hatte. Der deutsche Besitzer des Autos haftet möglicherweise sogar als Halter auch für die Unfallfolgen.

Von MAZonline

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