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Woidkes Bürgerbüro in Spremberg attackiert

Politischer Anschlag Woidkes Bürgerbüro in Spremberg attackiert

Wieder ist im Land Brandenburg ein Parteibüro angegriffen worden: In der Nacht zu Freitag haben Unbekannte in Spremberg (Landkreis Spree-Neiße) Steine gegen das Bürgerbüro der SPD geworfen. "Früher haben wir mal Bücher verbrannt bekommen, heute schlägt man Plakate", meint der SPD-Politiker Freese dazu.

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Quelle: Bernd Gartenschläger

Spremberg. Auf das Bürgerbüro von Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in Spremberg (Spree-Neiße) ist ein Anschlag verübt worden. Unbekannte warfen in der Nacht zu Freitag Steine gegen die Scheibe, teilte die Polizeidirektion Süd mit. Das Fenster wurde großflächig beschädigt. In das Gebäude konnte niemand eindringen. Die Ermittler vermuten einen rechtsradikalen Hintergrund. Daher habe der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, hieß es.

„Ich verurteile diese Tat“, erklärte die SPD-Generalsekretärin Klara Geywitz. „Der Angriff hat mit Sicherheit etwas mit der Position der SPD in der Flüchtlingspolitik zu tun, und ich betrachte ihn auch als Attacke auf unseren Ministerpräsidenten Dietmar Woidke“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese der „Lausitzer Rundschau“. Er unterhält zusammen mit Woidke das Parteibüro in Spremberg.

Freese vergleicht Bücherverbrennung mit Anschlägen

Bei dem Anschlag wurden auch zwei Plakate mit einem Foto beschädigt, sagte Freese dem RBB. „Früher haben wir mal Bücher verbrannt bekommen, heute schlägt man Plakate. Mit Sicherheit werden wir uns davon aber nicht einschüchtern lassen“, betonte der SPD-Politiker.

Laut brandenburgischem Innenministerium hat die Zahl politisch motivierter Anschläge auf Parteibüros 2015 im Land erheblich zugenommen. In den meisten Fällen waren Räume der Linken das Ziel der Straftäter, in fünf Fällen traf es Büros der SPD und dreimal Bürgerbüros der AfD.

Außerdem wurden in Südbrandenburg immer wieder Gebäude mit rechten Symbolen beschmiert. Im vergangenen Jahr war die Lokalredaktion der „Lausitzer Rundschau“ in Spremberg Ziel von Anschlägen Rechtsextremer. Sie hatte über einen Neonazi-Aufmarsch berichtet.

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