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Wollschweine: Der Spuk ist vorbei

Wittstock Wollschweine: Der Spuk ist vorbei

Zwei offenbar herrenlose Tiere tobten sich immer wieder im Garten von Kerstin Gusek im Liebenthaler Weg in Wittstock aus. Am Montagabend konnten sie endlich gefangen werden. Das Ganze klappte aber erst beim zweiten Versuch.

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Auf diesem Trampelpfad waren die beiden Schweine ständig unterwegs..

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Der Spuk ist vorbei: Die beiden offenbar herrenlosen Wollschweine, die sich regelmäßig im Garten von Kerstin Gusek im Liebenthaler Weg in Wittstock austobten, konnten am Montagabend eingefangen werden. „Sie befinden sich jetzt in privatem Besitz. Es geht ihnen gut. So viel kann ich sagen“, berichtete die Wittstockerin am Dienstagnachmittag, wollte aber nicht näher auf den Verbleib der Schweine eingehen.

So manches Deko-Stück ging zu Bruch

Etwa eine Woche lang hatten die borstigen, etwa 40 Zentimeter hohen Vierbeiner die halbe Gartensparte in Aufregung versetzt. Immer wieder kamen sie über einen Trampelpfad in den Garten von Kerstin Gusek, wühlten dort in der Erde, stießen Dinge um, und manches Deko-Stück ging zu Bruch. Deshalb benachrichtigte die Gartenbesitzerin am Sonntag die Polizei.

Da waren die beiden Wollschweine noch in Aktion in Kerstin Guseks Garten

Da waren die beiden Wollschweine noch in Aktion in Kerstin Guseks Garten.

Quelle: Björn Wagener

Daraufhin versuchte Ivonne Kempf, Tierschützerin aus Dossow, gemeinsam mit Helfern, die Schweine zu fangen – vergeblich. „Wir versuchten es etwa anderthalb Stunden lang. Aber der Garten ist nicht komplett umzäunt. Wir waren total machtlos“, erinnert sie sich.

Zweite Fang-Aktion erfolgreich

Nachdem die ungebetenen Gäste auch tags darauf wieder in den Garten kamen, sei eine zweite Fang-Aktion angelaufen. Ein Bekannter von Kerstin Gusek schaffte es schließlich, mit vorgehaltenen Zaunfeldern, die Schweine hinter einer Laube in die Enge zu treiben, zu verladen und abzutransportieren. Wem die beiden frechen Vierbeiner gehören, ist bislang unklar, könnte aber noch ermittelt werden, weil sie Ohrmarken trugen.

Sven Anders aus der Gartensparte berichtet, dass die Schweine jüngst auf der Straße direkt vor einem fahrenden Auto hergelaufen seien und einmal auch vor seinem Gartenzaun gestanden hätten.

„Meine Gartennachbarin dachte schon, ich hätte mir Hausschweine angeschafft“, schmunzelt Kerstin Gusek. Aber das liege ihr fern. Stattdessen sei sie heilfroh, dass die Schweine nun endlich eingefangen werden konnten und der Garten nicht länger als tierische Spielwiese herhalten muss.

Von Björn Wagener

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