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35 Oranienburger Frauen als Baumpaten

Die Idee des Lutherapfels 35 Oranienburger Frauen als Baumpaten

2017 sollen sie in Oranienburg Wurzeln schlagen, sieben „Luther-Apfelbäume“, die derzeit noch in einer Baumschule der Hoffnungstaler Werkstätten in Biesenthal heranwachsen. Im Jubiläumsjahr der Reformation tragen die Baumpaten die Idee ins ganze Land. 35 Frauen nach Oranienburg.

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Eine von bisher drei Bänken: Platz genommen haben Kerstin Kausche (l.) und die leitende Pflegekraft, Bernadette Collatz.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Noch bleibt ihnen ein reichliches Jahr Zeit. Dann werden die Bäumchen kräftig genug sein, um in Oranienburg Wurzeln schlagen zu können. Die sieben „Luther-Apfelbäume“, die derzeit in der Baumschule der Hoffnungstaler Werkstätten in Biesenthal heranwachsen. Früchte tragen sie aber schon heute. Denn 35 Oranienburgerinnen haben sich inzwischen zu Paten des jungen Grüns erklärt.

2017 jährt sich zum 500. Mal der Beginn der Reformation. Bei einem Besuch in Lobetal hatte Kerstin Kausche aus Oranienburg von den „Luther-Apfelbäumen“ erfahren. 95 sind es. So viele Bäume wie Thesen, die der Kirchenkritiker gegen den Ablasshandel verfasst hatte. Es sind sortenreine Apfelbäumchen eines Hochstamms, wie sie auch zu Luthers Zeiten gediehen und mit denen im Jubiläumsjahr ein Zeichen der Hoffnung gesetzt werden soll. Jedes Exemplar der dann fünf Jahre alten Apfelbäume kostet 500 Euro, dazu gibt es eine These der Wahl. Die Einnahmen kommen wieder der Behindertenhilfe in Lobetal zugute. Eine Idee, von der Kerstin Kausche sofort begeistert war. Und nicht nur sie.

In Oranienburg ging sie auf Patensuche. Und wurde schnell fündig. Jeweils fünf Frauen finanzieren einen Baum. Anfangs schlossen sich 25 Frauen der Initiative an, inzwischen sind es 35. Wo die sieben Bäumchen ab 2017 in den Boden kommen steht fest: Am Krankenhaus, am Oberhavel Hospiz, an der Germendorfer Kirche, an der Schule St. Johannesberg, an der Kita Martin-Luther-Straße, im Schlosspark und an der Nicolaikirche.

Und weil es sich unter der Krone eines Apfelbaumes, der übrigens im Spätherbst rotgelbe Früchte tagen soll, gut verweilen lässt, regte Volkssolidaritätschefin Sylvia Grande an, Bänke darunter zu platzieren. Und weil Frauenpower selten etwas auf die lange Bank schiebt, sind drei Bänke bereits gekauft und aufgestellt. Hergestellt in den Behindertenwerkstätten der Nordbahn GmbH in Schönfließ, sind sie die Bänke robust und sehr langlebig. Ein Exemplar kostet 800 Euro. „Für die vierte hat Schlossparfümerieinhaberin Kerstin Lagatz bereits 200 Euro gesammelt. Der Anfang für Nummer vier“, so Kerstin Kausche. Während es bei den sieben Bäumchen bleiben soll, werden für die Bänke noch Geldgeber gesucht. Jede Summe hilft.

2017 werden sicher etliche Patinnen zur symbolischen Übergabe der Luther-Apfelbäume am Reformationstag in Wittenberg dabei sein. „Bis dahin haben wir bestimmt für jeden Baum einen Bank.“ Inzwischen sagen viele Frauen mit Stolz „ich bin eine der Apfelbaumfrauen“. Kerstin Kausche hofft, dass die Gemeinschaft über die Aktion hinaus verbunden bleibt. „Wir sind hier kein geschlossener Club, jeder kann sich nach seinem Ermessen einbringen. Es geht um das Miteinander.“ Alle Frauen seien in Stadt und Beruf stark engagierte. Viel Zeit bliebe da nicht. Aber jede können sich mit ihrem Wissen und Potenzial einbringen. Nach einer Schlossparkführung ist zum Beispiel als nächster Treff die Erkundung von Eden geplant. Was liegt näher, als dort etwas über die Apfelbäume zu erfahren. Kontakt: kerstin.kausche@email.de.

Von Heike Bergt

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