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Abschied von der Kundschaft

Geschäftsaufgabe Abschied von der Kundschaft

Nach reichlich 26 Jahren schließt Elke Ost ihren Laden für Schreibwaren und Geschenkartikel an der Ecke Breite Straße/Havelstraße. Es stimmt sie traurig, doch die Gesundheit zwingt sie dazu. Allen Stammkunden sagt sie tschüss und danke.

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Ausverkauf nach 26 Jahren.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Ab 4. Juli bleibt es geschlossen, das Schreibwarengeschäft von Elke Ost an der Ecke Breite Straße/Havelstraße. Erst im letzten Jahr, zum 25-jährigen Bestehen, hatte die Oranienburgerin noch gehofft, „fünf, sechs Jahre bis zur Rente weitermachen“ zu können. Die angeschlagene Gesundheit macht ihr jetzt einen Strich durch die Rechnung. Seit Februar habe sie versucht, einen Nachmieter zu finden. Ohne Erfolg. Nun läuft der Ausverkauf. Das Regalinventar will sie nach der Schließung preiswert abgegeben.

Geschäftsfrau wurde Elke Ost ziemlich überraschend. Bereits sieben Jahre arbeitet sie im Lottoladen von Christa Zellmer. Als diese ihrem Mann per Ausreiseantrag in den Westen folgte, habe sie den Laden übernommen. Beantragte ein Gewerbe, machte ihre Ausbildung zur Verkäuferin. Mit den ersten 200 DM nach der Währungsunion kaufte sie in Westberlin Schreibwaren. Die ganze Familie baute mit, als sie 1990 den kleinen Laden in der Havelstraße (heute Plentz) ausbaute. Und als aus dem Atrium nichts wurde, erweiterte sie 1996 noch einmal und zog in den heutigen Eckladen.

Mit dem Vormarsch von PC-Technik in die Büros und Arbeitszimmer nahm sie statt Schreibmaterial zunehmend Geschenkartikel ins Sortiment. Mit Erfolg. Aus diesem Grund kommen bis heute viele Kunden: liebevoll verpackte Nettigkeiten, die beim Beschenkten ankommen.

Über die Jahre hat sie alle Veränderungen im Geschäft fotografisch dokumentiert: Highlight war zum 10-jährigen Bestehen eine Tombola. Als die Preise vergeben wurden, standen wahrlich Hunderte vorm luftballongeschmückten Geschäft, erzählt Elke Ost etwas wehmütig.

Auch die Lottospieler bilden einen riesigen Kundenstamm, dem sie noch einmal danke sagen möchte. Noch zu DM-Zeiten hatte in ihrem Laden ein Oranienburger stattliche 250 000 Mark gewonnen. Und wohlweislich darüber geschwiegen. „Er ist bis heute ein netter Kunde und spielt Lotto.“

Von Heike Bergt

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