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Lokales Am Tierparkeingang schon fix und alle
Lokales Am Tierparkeingang schon fix und alle
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17:10 19.10.2017
Tierparkchef Torsten Eichholz (r.) übergab Ortsvorsteher Olaf Bendin die lange Liste der Unterschriften von Tierparkbesuchern. Quelle: Heike Bergt
Oranienburg

Olaf Bendin hat die Faxen dicke: „Es muss endlich was passieren. Wir möchten, dass der Bus der OVG einfach das kleine Stück bis zum Tierpark weiterfährt“, sagt der Germendorfer Ortsvorsteher. Das sind wenige hundert Meter „da muss man nicht mal die Fahrpläne ändern“, ist er überzeugt. Und eine Wendeschleife am Eingang ist vorhanden „und auch groß genug, dass große Busse um die Kurve kommen“, so Tierparkchef Torsten Eichholz.

Der übergab am Donnerstagnachmittag Listen mit 1478 Unterschriften von Tierparkbesuchern. Zwischen 31. August und 16. Oktober lagen die Listen am Eingang aus. Eichholz bat um Unterstützung. Denn der Weg sei nicht nur für kleine Kinder von der Bushaltestelle im Ort den Berg hinauf beschwerlich. „Wenn die Kleinen hier ankommen, sind sie fix und alle. Gehen meist nur noch auf den Spielplatz und fahren dann zurück.“ Noch schlimmer treffe es die Rollstuhlfahrer. „Sie brauchten eine Stunde bis sie erst mal am Eingang sind.“ Ähnlich sei es bei Gehbehinderten. Das sei völlig inakzeptabel. Überall schmücke man sich mit den mehr als 500 000 Besuchern im Tierpark, der sei ein Touristenmagnet – „da muss man dann auch mal was tun“, ärgert sich Olaf Bendin. Der sieht nicht nur die Stadt in der Pflicht, vor allem auch den Landkreis mit dem Verkehrsunternehmen. „Ich bin der Meinung, man sollte alle Hebel in Bewegung setzen für den Nahverkehr.“

Denn hinzu kommt, dass der Verkehr immer mehr die Einwohner belaste: Am Sonntag standen bei bestem Spätsommerwetter 2400 Autos auf dem Parkplatz des Tierparks, die sich abends die Straße hinunterstauen. Mancher aus Schwante oder Velten würde ja auch das Rad nehmen, aber die Straßen im Ort seien einfach lebensgefährlich.

Wie an der Einmündung zum Baumarkt: „Vor allem für die Kinder, die mit dem Rad aus Eden kommen.“ Kinder seien mit der Situation dort einfach überfordert. Es sei eine Frage der Zeit, wann dort etwas passiert, befürchtet der Ortsvorsteher. Einzige Lösung: eine Ampel. Die Schulkonferenz hat sich jetzt mit einem entsprechenden Schreiben an den Bürgermeister gewandt und auf die Risiken für die Kinder noch einmal massiv hingewiesen. „Ist Oranienburg kinderfeindlich?“, fragt Bendin etwas provokativ. Bisher habe es mehrere „Beinahe-Unfälle“ gegeben, wo Kinder noch regieren konnten. Die Schulkonferenzvorsitzende Kirsten Buchholz hat die Stadt aufgefordert, gemeinsam mit Schule und Ortsbeirat eine Lösung zu finden.

Bus, Radwege, Ampel – Olaf Bendin sieht darin „dringende Aufgaben für den neuen Bürgermeister und die Landes- und die Kreispolitik. Wir haben jetzt 25 Jahre alles irgendwie hingenommen. Jetzt ist Schluss.“ Die Unterschriftenaktion im Tierpark geht noch bis Jahresende weiter.

Von Heike Bergt

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