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Lokales Aus für den Indoorspielplatz
Lokales Aus für den Indoorspielplatz
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07:10 06.02.2018
Im April sollte das „Lucki Kinderland“ in Luckenwalde eröffnen. Daraus wird nichts. Die Spielgeräte werden abgebaut. Quelle: Foto: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Der Traum vom Indoorspielplatz in Luckenwalde ist ausgeträumt. Andreas und Gabriele Stockhaus hatten in den vergangenen Monaten viel Zeit und Geld in ihr Projekt „Lucki Kinderland“ investiert (die MAZ berichtete). 400 Meter Versorgungsschächte wurden per Hand entsorgt, zudem mehr als 1000 Meter Kabel. Die Fliesenwände hat das Ehepaar geschrubbt und die Sanitäranlagen in Gang gebracht. Gabriele Stockhaus hatte die Wände mit bunten Figuren bemalt, während ihr Mann den Abenteuerspielplatz mit Drahtseilbahn, Trampolin, Schaukeln, Kletterturm und Balancierstrecke baute. Im April sollte die Eröffnung sein.

Spielgeräte werden abgebaut

Doch jetzt bleibt nichts anderes übrig, als die Spielgeräte wieder abzubauen. „Wir bedanken uns bei allen, die uns unterstützt haben“, sagt Andreas Stockhaus. Der 29. Januar war für ihn ein schwarzer Montag. An diesem Tag kam das Aus für den Indoorspielplatz auf dem Gewerbehof der ehemaligen Konsumbäckerei in der Luckenwalder Bussestraße.

Andreas Stockhaus hatte einen TÜV-Prüfer gebeten, sich die Spielgeräte schon vorab einmal anzuschauen. „Über die Hälfte aller Geräte würden die DIN-Norm nicht erfüllen“, erzählt Stockhaus. Damit nicht genug: Ein neuer Gasanschluss und neue Rohre wären ebenfalls notwendig. Da das Ehepaar Stockhaus bereits sämtliche privaten Ersparnisse reingesteckt hatten, entschieden sie, ihr Vorhaben abzubrechen. „Die Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen. Doch bevor wir nochmehr Kraft und Geld investieren, haben wir der Realität ins Auge gesehen“, sagt Andreas Stockhaus.

Halle wird geräumt und gekündigt

Die Halle, die der 47-Jährige angemietet hatte, wird geräumt und gekündigt. Er verspricht, dass alle Spenden zurückgegeben werden. „Das meiste haben wir bereits zurückgezahlt. Es sind noch drei Spender, die ihr Geld noch bekommen müssen“, sagt Stockhaus. Auch Teppiche wurden bereits abgegeben. „Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele an unser Projekt geglaubt haben. Wir selbst ja auch, sonst hätten wir es nicht in Angriff genommen“, so Stockhaus. Auf Facebook gab es bereits etliche, die ihr Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht haben, denn ein Indoorspielplatz hätte das Angebot für die Kinder in der Stadt auf jeden Fall bereichert. Selbst wenn eine noch größere Summe zur Verfügung gestanden hätte, wäre es schwierig geworden, allen Anforderungen gerecht zu werden. „Wir können die Finanzierung nicht aufrechterhalten. Unsere Ideen lassen sich nicht mehr realisieren“, so Andreas Stockhaus.

Von Margrit Hahn

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