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Azubis haben das Sagen

Luckenwalde Azubis haben das Sagen

Im AOK-Servicecenter Luckenwalde stellt der Nachwuchs Verantwortung, Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit unter Beweis. Noch bis Freitag lernen die Auszubildenden vom ersten bis zum dritten Lehrjahr den Arbeitsalltag kennen.

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Mayka Schulze (r.) gefällt, dass den Azubis in der AOK-Geschäftsstelle Luckenwalde Verantwortung übertragen wird. AOK-Niederlassungsleiterin Katja Lehr mit ihren Schützlingen Vanessa Pohl, Hendrik Bode, Melanie Segebarth, Patrick Nöldner und Dominik Blaschczok (v.l.).

Quelle: Foto: Hahn

Luckenwalde. In dieser Woche haben die Azubis im AOK-Service-Center in Luckenwalde das Sagen. Patrick Nöldner, Hendrik Bode, Vanessa Pohl, Melanie Segebarth und Dominik Blaschczok schmeißen den Laden allein. Bisher funktioniert es gut. Eine Kundenberaterin und Katja Lehr, AOK-Niederlassungsleiterin für Teltow-Fläming, stehen als Rückendeckung im Hintergrund parat. Doch bisher mussten sie kaum eingreifen.

Theorie und Praxis verbinden

In den großen Service-Centern in Berlin und Rostock gab es bereits ähnliche Aktionen. In Luckenwalde ist es das erste Mal. Im Vorfeld wurde von den angehenden Sozialversicherungsfachangestellten ein Konzept erstellt. Dabei mussten Öffnungszeiten, Verantwortungsbereiche, Telefondienste und Pausen berücksichtigt werden. Sogar an entsprechende Kleidung und an einen Notfallplan, falls einer von ihnen krank wird, wurde gedacht. Um die Kunden auf die veränderte Situation hinzuweisen, wurden Aufsteller mit den Fotos der Auszubildenden im Eingangsbereich platziert. Katja Lehr ist stolz auf ihre Schützlinge. Durch solche Projekte werden ihrer Ansicht nach Loyalität, Verantwortung, Selbstbewusstsein und Teamfähigkeit gestärkt. Und den Azubis vom ersten bis dritten Ausbildungsjahr gefällt es, ihr theoretischen Wissen in der Praxis anzuwenden.

Von anderen lernen

Patrick Nöldner ist im dritten Ausbildungsjahr und steht kurz vor dem Abschluss. Wenn es nach ihm ginge, würde er künftig gern im Service-Center in Luckenwalde arbeiten. Mit einem „Herzlich Willkommen!“ begrüßte er im weißem Hemd und grüner Krawatte die Kunden. „Ich finde es ganz toll, dass junge Leute die Möglichkeit bekommen, sich auszuprobieren und das echte Arbeitsleben kennenlernen “, sagte Kundin Mayka Schulze aus Frankenförde. Sie benötigte eine Mitgliedsbescheinigung für einen neuen Job und war erstaunt, wie schnell Patrick Nöldner ihr diese vorlegte. „Wir haben beim Erstellen des Konzepts darauf geachtet, dass jeder mal mit jedem zusammenarbeitet. Dadurch lernt man vom anderen“, sagt Dominik Blaschczok aus Mahlow. Für ihn steht fest, dass ihm die Erfahrungen, die er jetzt in Luckenwalde sammelt, auch in der Schule zu gute kommen.

Auch mit Kritikern umgehen können

Inzwischen haben die Jugendliche mitbekommen, dass sie auch gut mit aufbrausenden Kunden und Kritikern zurechtkommen muss. „Dass macht den Reiz an unserer Arbeit aus. Wir haben es mit unterschiedlichen Charakteren zu tun und jeder hat ein anders Anliegen. Das ist schon sehr vielseitig“, stellte Hendrik Bode aus Blankenfelde fest.

Bis auf wenige Ausnahmen, die lieber mit einer „richtigen AOK-Mitarbeiterin“ sprechen wollten, war die Resonanz äußerst positiv. Einige wollten sogar Trinkgeld geben, weil sie so nett beraten wurden. „Doch das dürfen wir natürlich nicht annehmen“, sagte Melanie Segebarth aus Zossen.

Nächste Woche beginnt wieder der Schulalltag

Ab kommender Woche sind die Auszubildenden wieder in der Berufsschule in Frankfurt (Oder) und in den unterschiedlichen Abteilungen der AOK, wo sie sämtliche Fachbereiche durchlaufen.

Von Margrit Hahn

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