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Barnim Vom Vater misshandeltes Kind aus Eberswalde ist tot
Lokales Barnim Vom Vater misshandeltes Kind aus Eberswalde ist tot
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13:12 25.04.2018
Quelle: dpa (Symbolbild)
Eberswalde, Frankfurt (Oder)

Das Mädchen, das im Oktober vorigen Jahres mutmaßlich von seinem Vater in Eberswalde (Barnim) misshandelt worden sein soll, ist tot. Das sagte am Mittwoch ein Sprecher des Landgerichts Frankfurt (Oder) auf Anfrage. Derzeit laufe ein Todesermittlungsverfahren, und der Mann sitze seit Verkündung des Haftbefehls in Untersuchungshaft, sagte der Sprecher weiter.

Prozess gegen den Vater beginnt am 4. Mai

Der Prozess gegen den Vater beginnt laut Gericht am 4. Mai. Die Anklage laute unter anderem auf Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung. Sie wurde allerdings eingereicht, bevor das Mädchen starb. Ob der Anklagevorwurf geändert wird, hängt den Angaben zufolge vom Ausgang des Todesermittlungsverfahren ab.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, dass das Mädchen am 14. April in einem Kinderheim in der Prignitz gestorben sei. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin führe das Todesermittlungsverfahren in Abstimmung mit den Frankfurter Kollegen.

Vater rief nach Misshandlung selbst den Notarzt

Im Oktober waren die Vorwürfe gegen den Vater bekannt geworden. Nach damaligen Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) soll der Vater seine damals noch zweieinhalb Jahre alte Tochter in seiner Wohnung in Eberswalde misshandelt und lebensgefährlich verletzt haben. Das Kind kam ins Krankenhaus und der damals 28-Jährige in Untersuchungshaft.

Die Misshandlungen sollen zwischen September und Mitte Oktober vergangenen Jahres geschehen sein. Am 10. Oktober - so die damaligen Angaben der Ermittler - soll der Vater selbst den Notarzt gerufen haben, weil das Mädchen einen Atemstillstand erlitten hatte. Der Mann sei vorbestraft, unter anderem wegen Körperverletzung.

Von Anna Ringle

Im Oktober 2011 soll ein junges Paar ihren nur wenige Tage alten Säugling misshandelt haben. Dafür wurden die Frau und der Mann zu einer Haftstrafe verurteilt. Dagegen hatte der Mann Berufung eingelegt. Am Montag wurde der Prozess jedoch verschoben. Die Mutter war als Zeugin geladen, kam jedoch nicht ins Gericht.

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