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Lokales Bauernmuseum hat neue Leiterin
Lokales Bauernmuseum hat neue Leiterin
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00:19 17.09.2017
Schlüsselübergabe: Carola Hansche ist die neue Museumsleiterin in Blankensee. Karsten Bartoll arbeitet sie bis Ende September ein. Quelle: Margrit Hahn
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Blankensee

Es gibt einen Wechsel an der Spitze des Blankenseer Bauernmuseums. Carola Hansche aus Thyrow ist die neue Museumsleiterin. Die 44-Jährige konnte sich aus einer Vielzahl von Bewerbern durchsetzen.

Karsten Bartoll, der vier Jahre als Museumsleiter tätig war, gibt das Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. „Ich bedauere das sehr. Mein Anliegen war es immer, das Museum als eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu sehen“, sagt der 58-Jährige. Besonders freut er sich, dass es ihm in den vergangenen Jahren gelungen ist, junges Publikum für das Museum zu begeistern. Er bedauert, dass er die Dachsanierung als Museumsleiter nicht mehr erleben kann – wo es doch „sein Kind“ ist, wie er sagt. Da er aber bis Ende September noch die Einarbeitung seiner Nachfolgerin übernimmt, ist er zumindest am Anfang dabei. Ab 18. September, einen Tag nach dem Museumsfest, sollen die Arbeiten beginnen.

Das Bauernmuseum Blankensee

Das Bauernmuseum Blankensee ist das älteste Wohnhaus des Ortes, ein märkisches Mittelflurhaus aus dem Jahre 1649 mit so genannter schwarzer Küche und originalem Fachwerkschlot.

Seit dem Jahr 1958 befindet sich in diesem alten Haus an der Dorfstraße 4 das Bauernmuseum. Bei der umfassenden Restaurierung von 1976 bis 1981 halfen viele Blankenseer tatkräftig mit.

Das Museum beherbergt eine Dauer- und Sonderausstellungen. Der Ursprung des Museums geht auf die umfangreiche volkskundliche Sammlung des damaligen Pfarrers Gerhard Peters zurück.

Carola Hansche ist Diplom-Restauratorin für Foto und Papier. Sie freut sich auf ein breitgefächertes Aufgabengebiet in Blankensee. „Es ist viel Arbeit aber auch sehr spannend“, so die Thyrowerin. Sie hat in den vergangenen Jahren oft für Museen und Galerien gearbeitet. Inzwischen hat sie das Bauernmuseum schon unter die Lupe nehmen können. „Das Haus fasziniert mich. Hier steckt so viel Geschichte drin“, betont Hansche. Zwar kannte sie einiges schon, denn sie war als Kind mit dem Kindergarten und mit der Schulklasse dort zu Gast. Auch privat mit der Familie und ihren beiden Kindern hatte sie dem Blankenseer Bauernmuseum hin und wieder einen Besuch abgestattet. Doch jetzt dort zu arbeiten, ist etwas ganz anderes.

Veränderung kam zur richtigen Zeit

Sie selbst bezeichnet sich als sehr neugierig. Und so kam die berufliche Veränderung gerade richtig. „Dass ist ein komplett neues Arbeitsumfeld und eine der schönsten Arbeitsstätten“, fügt sie hinzu. Wichtig für sie ist es, über den Tellerrand zu schauen. Das war auch einer der Gründe, dass sie sich zum Zusatzstudium „Schutz europäischer Kulturgüter“ entschieden hat. Derzeit ist sie dabei, ihre Masterarbeit zu schreiben.

Am meisten freut sie sich, die Dachsanierung des Reed-Daches von Anfang an begleiten zu können. Aber auch die „Petersche Sammlung“ im Museum begeistert sie. „Mein Herz schlägt für alles, auch für die alten Fotos aus dem 19 Jahrhundert“, stellt die neue Museumsleiterin fest. Sie will an die Arbeit ihres Vorgängers anknüpfen. Sie will Kindern das bäuerlichen Leben in der Region näher bringen. Sie wünscht sich Leben im Museum, keine starre Masse. Sie selbst ist leidenschaftliche Museumsbesucherin. „Jetzt habe ich Einfluss darauf, ein Museum lebendig zu gestalten“, sagt sie. Deshalb will sie auch Kontakt zur Deutschen Stiftung Denkmalschutz knüpfen. Es gibt ein Schulprogramm unter dem Motto: „denkmal aktiv - Kulturerbe macht Schule“. Dabei erleben Schüler gebaute Geschichte und lernen so den Wert und die Bedeutung von Kulturdenkmalen kennen. Denkmal aktiv bietet den Rahmen für schulische Projekte zu den Themen Kulturerbe und Denkmalschutz. Dabei werden die Schulen, die an „denkmal aktiv“ teilnehmen, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fachlich und koordinativ begleitet und finanziell unterstützt.

Museum mehr in Mittelpunkt rücken

„Mein Ziel ist es, das Museum noch weiter in den Mittelpunkt zu rücken, die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern und moderne Medien noch mehr nutzen“, so Carola Hansche. Sie setzt auf Kommunikation und will mit den Blankenseern ins Gespräch kommen. „Ich bin froh, dass ich die Unterstützung durch Karsten Bartoll bekomme und in der ersten Zeit nicht allein gelassen werde. Es ist eine sanfte Staffelstabübergabe“, so die Museumschefin.

Von Margrit Hahn

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