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Begehrtes Kleidungsstück

Luckenwalde Begehrtes Kleidungsstück

Die Lederjacke des Revoluzzers Rudi Dutschke ist mal wieder auf Reisen. Sie ist in der Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn in „Wetterbericht. Über Wetterkultur und Klimawissenschaft“ mit 400 anderen Exponaten zu sehen. Im Frühjahr kommt sie wieder ins Luckenwalder Heimatmuseum zurück.

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Rudi Dutschkes Jacke im Ausstellungskatalog.

Quelle: Repro: Hahn

Luckenwalde. Die Lederjacke von Rudi Dutschke hängt jetzt in der Bundeskunsthalle in Bonn. Sie stammt aus Luckenwalde, wo der Wortführer der West-Berliner Studentenbewegung der 1960er Jahre aufgewachsen war.

Die Anfrage für die braune Lederjacke des Revoluzzers erreicht Luckenwaldes Museumsleiter Roman Schmidt schon vor mehr als zwei Jahren. Er ist ganz stolz, dass das Kleidungsstück jetzt so prominent gezeigt wird. Die Jacke war schon mehrmals auf Reisen. Bis März ist sie nun in Bonn in der Ausstellung „Wetterbericht. Über Wetterkultur und Klimawissenschaft“ zu sehen. Die einzelnen Kapitel der Ausstellung vereinen künstlerische, kulturgeschichtliche und naturwissenschaftliche Exponate aus aller Welt – insgesamt 400 Stücke von mehr als 100 Leihgebern.

Dutschkes Lederjacke ist  im Buch "Wetterbericht“ abgebildet

Dutschkes Lederjacke ist im Buch "Wetterbericht“ abgebildet

Quelle: Margrit Hahn

Zu sehen sind sowohl Kunstwerke als auch wasserdichte Gummischuhe, Wettersatelliten und ein Thermometer von Daniel Fahrenheit. „Und dazwischen die Lederjacke aus dem Luckenwalder Heimatmuseum“, freut sich Schmidt. Bisher kam die Jacke von jedem „Ausflug“ unbeschädigt zurück. Das gute Stück wurde per Kunsttransport verschickt und mit Seidenpapier ausgestopft.

Dutschkes Pullover hängt im Museum hinter Glas

Anders verhält es sich mit Rudi Dutschkes Pullover. Dieser hängt in Luckenwalde in einer Vitrine und wird grundsätzlich nicht verliehen. Die Kleidungsstücke des gebürtigen Schönefelders hütet Schmidt wie einen Augapfel: „Die Lederjacke brachte uns Helmut Dutschke, als wir im Heimatmuseum die Ausstellung über seinen Bruder vorbereiteten.“ Schmidt erinnert sich noch, wie dieser mit zwei Plastiktüten ins Museum kam – voll mit Kleidung und der Doktorarbeit von Rudi Dutschke sowie dem Kugelschreiber, mit dem er die Arbeit geschrieben hatte.

Von Margrit Hahn

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