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Lokales Best of aus 25 Jahren „Soundpainting“
Lokales Best of aus 25 Jahren „Soundpainting“
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16:12 02.06.2016
Kunstkenner und Freunde bei der Vernissage am Mittwochabend in der Orangerie. Quelle: Heike Bergt
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Oranienburg

Rot trägt für Olaf Haugk besonders viel Energie. Kaum ein Werk, das ohne diese kraftvolle Farbe auskommt. „Und die Bilder strahlen diese Energie auch wieder ab.“ Gut, dass er gerade eines im Rücken habe, empfindet der Oranienburger Künstler und schmunzelt. Seit 25 Jahren lässt sich Haugk immer wieder von Klängen und Gesang zu Gemälden inspirieren. Beim „Soundpainting“. „Das Erste entstand zusammen mit der Engerling-Blues-Band in Berlin“, erinnert er sich. Was er innerhalb von zweieinhalb Jahrzehnten künstlerischen Schaffens auf diese Weise auf die Leinwand gebracht hat, ist seit Mittwochabend in der Orangerie im Schlosspark zu sehen. „Mein Best of“, sagt Haugk und blickt in die Galerie – jedes Exponat liege ihm besonders am Herzen.

Neben Rot dominiert auch Blau seine Kunst. Wie in „High Voice“, das Gemälde, das vor fünf Jahren beim Tag des offenen Ateliers zum A-capella-Gesang der Berliner Sängerin Sahrin Rezai entstand. „Je höher die Töne, um so heller wurden die Farben. Jedes Bild bekommt mit der Musik seinen eigenen Rhythmus und eine Gliederung“, beschreibt es Haugk.

Wie das geht, zeigt der gelernte Seemann, studierte Lehrer und Künstler am Sonnabendabend live. Am Sonnabend ab 18 Uhr lässt er sich von den Klangteppichen von Schlagzeuger Ralph Weber, Gitarrist Andreas Ebel, Saxofonistin Ruth Schepers und Sängerin Sahrin Rezai inspirieren. „Painted 800 Beats“ heißt es auf der Bühne des Schlossplatzes. Das Stück für Pinsel, Instrumente und ein Model als Special guest in drei Akten entsteht nach Musik von Amy Winehouse, Earth Wind & Fire und einem deutschen Volkslied. Das Kunstwerk kommt dann am Sonntag, 12. Juni, bei einer Auktion für den guten Zweck unter den Hammer.

Sich immer wieder neu zu erfinden, „neue Pfade entstehen zu lassen und selbst zu gehen“, das schätze er besonderes an Olaf Haugk“, so Hans-Joachim Laesicke in seiner Laudatio. Er erinnerte an die allererste Kunstausstellung nach der Wende im Schloss, „vor damals recht skurriler Kulisse“. Olaf Haugk gehörte zu denen, „die einfach ein neues Kapital aufschlagen wollten, nicht auf perfekte Galerien warteten, sondern loslegten.“ Bis heute sei der „Oranienburger Patriot in bestem Sinne“. Er malte ein Bild und legte damit den finanziellen Grundstock für die erste Blindenampel der Stadt, schuf das Logo des damaligen Fremdenverkehrs- und heutigen Tourismusvereins und das der Citygemeinschaft, die Spendepyramide für den Bau der Turmcity und im Oranierjahr 1999 die Gedenkmedaille mit dem Porträt Louise Henriettes, erinnerte der Bürgermeister.

Und Olaf Haugk wäre nicht Olaf Haugk, wenn er nicht auch diesmal seiner Heimatstadt zum Geburtstag ein Kunstwerk gewidmet hätte: Es ist ein Porträt Louise Henriettes, eingerahmt von 800 abgestempelten Briefmarken mit dem Antlitz der Stadtgründerin. „20 Jahre habe ich gesammelt, erst wollte ich 50 zusammenbekommen, dann 200 Marken und dann natürlich 800“, so Haugk. Er hat es geschafft.

Die Ausstellung ist bis Ende August zu sehen.

Von Heike Bergt

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