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Lokales Die fünf spektakulärsten Ausstellungen in Brandenburg

Die fünf spektakulärsten Ausstellungen in Brandenburg

Rohkunstbau: Seit mehr als 20 Jahren steht der Name für zeitgenössische Kunst in Brandenburg. Jeden Sommer bespielen international bekannte Künstler ein Schloss in der Mark, seit drei Jahren das in Roskow. In diesem Jahr hat die Brandenburger Initiative Rohkunstbau elf Künstlerinnen und Künstler in das dortige Kulturschloss geholt, im dem sie zeigen, was ihnen zu Thema „Apokalypse“ einfällt. Es ist der vierte und letzte Teil eines Ausstellungszyklusses zu Richard Wagners „Ring der Nibelungen“. Der britische Kurator Marc Gisborne hat dabei darauf geachtet, dass sich ihre Werke in die Architektur des alten Katte-Anwesens einfügen. Eine sehenswerte Ausstellung. Ausstellungsort: Schloss Roskow, Dorfstr. 30, 14778 Roskow, Tel.: 0331/2005780. Samstag und Sonntag von 12-18 Uhr, Eintritt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Noch bis 6. September. Quelle: Zizic/Kozul
Ars Sacrow: Die Würdigung der örtlichen Kulturdenkmäler wie die Kirche und das Schloss in Potsdam-Sacrow sind das eine, die zeitgenössische Kunst ist das andere, was die Initiatoren des Vereins Ars Sacrow umtreibt. Regelmäßig veranstaltet Ars Sacrow im dortigen Schloss Ausstellungen mit zeitgenössischen Künstlern. Die derzeit laufende Schau widmet sich Brasilien und trägt den Titel „Inter Aktion“. Anlass ist das Ende der Diktatur in dem lateinamerikanischen Staat vor 30 Jahren. Eingeladen nach Sacrow sind 27 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus Brasilien. Die Ausstellung entführt in eine ander Kultur, in der zeitgenössisch zum Teil etwas anderes meint, als wir es in Europa für selbstverständlich halten. Ausstellungsort: Schloss Sacrow, Krampnitzer Str. 33, 14469 Potsdam, Samstag und Sonntag von 11-18 Uhr, Eintritt 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Noch bis 4. Oktober. Quelle: Lina Kim
Aquamediale: Kunst im öffentlichen Raum ist das Anliegen der Ausstellungsmacher. Jeweils im Sommer installiert die Aquamediale in der Spreelandschaft rund um die Stadt Lübben Werke zeitgenössischer Kunst, um Einheimische wie Touristen damit zu konfrontieren. In diesem Jahr hat Aquamediale-Kuratorin Petra Schröck die Teils schleichenden Teils abrupten Veränderungen in der Spreewaldregion zum Thema gewählt. „Metamorphosen“ heißt die Ausstellung, die sich an eine Tagebuchnotiz des französischen Schriftstellers Albert Camus anlehnt, der dort die zehn wichtigsten Wörter seines Lebens notierte. Dazu gehören Worte wie Welt, Schmerz, Mutter, Ehre, Elend oder Meer. Zehn Künsterinnen und Künstler setzen sich mit zehn abstrakten Begriffen auseinander. Entstanden ist ein künstlerischer Reigen quer durch den Spreewald. Ausstellungsort: Ernst-von-Houwald-Damm, 15907 Lübben sowie die Stadt Lübbenau und weitere Orte im Spreewald. Tel.: 03546/201608. Noch bis zum 19. September. Quelle: Dörte Ziemer
Schlosspark Wagenitz: Der Landkreis Havelland hat sich für die diesjährige Bundesgartenschau etwas Besonderes einfallen lassen. Nicht nur Blumen und Gärten, nein gleich Kunst in der Natur: Landart. In Schlosspark Wagenitz, einem Ortsteil der Gemeinde Mühlenberge stehen fremdartige Gestalten in der Landschaft. Kalkweiße, teils tropfenförmige, teils an Kristalle erinnernde Gebilde hängen in metallerne Rahmengestellen und eröffnen neue Perspektiven auf gewohnten Sichtachsen. Der in Rathenow lebende japanische Künstler Takayuki Daikoku hat die Installationen entworfen und vermittelt damit ein ganz neues Erlebnis der havelländischen Landschaft. Ausstellungsort: Schlosspark Wagenitz: Landart von Takayuki Daikoku. Schlosspark, 14662 Wagenitz. Noch bis zum 11. Oktober. Quelle: Andreas Kaatz
Wolf-Kahlen-Museum: Seit 20 Jahren gibt es in Bernau (Barnim) das Wolf-Kahlen-Museum. Der aus Aachen stammende Videopionier, Performance- und Medienkünstler hat es eingerichtet, um seine eigenen Werke zu präsentieren. Kahlen arbeiten seit den 1960er-Jahren mit dem Medium Film und machte damit Aktionskunst. Der emeritierte Kunstprofessor an der TU Berlin hat sich 2005 in Bernau niedergelassen und das Museum gegründet. Dort sind ein Teil seiner Arbeiten das ganze Jahr über zu sehen. Ausstellungsort: Wolf-Kahlen-Museum - Museum of Intermedia Arts. Am Pulverturm, 16321 Bernau, Tel: 03338/753175. Di-So 15-18 Uhr, jeden ersten Sonntag im Monat von 11-18 Uhr, Eintritt: 4 Euro. Ganzjährig geöffnet. Quelle: Kahlen-Museum
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