Menü
Anmelden
Lokales So läuft’s mit Potsdams Städtepartnern

So läuft’s mit Potsdams Städtepartnern

25 Jahre Perugia-Potsdam - Silberhochzeit! Da zieht man sich hübsch an, lädt Freunde und Verwandte ein, die Kinder zeigen selbst gedrehte Videos und es entstehen schöne Fotos fürs Familienalbum. Perugia, Hauptstadt Umbriens und Potsdam haben das Jubiläum in diesem Jahr genau so gestaltet: gegenseitige Bürgerbesuche, Filmprojekte, ein Festakt im Potsdamer Rathaus. Gemeinsam will man, so die Oberbürgermeister Jann Jakobs und Andrea Romzi „mit unseren Handlungen auf lokaler Ebene zur Lösung globaler Probleme“ beitragen. Hier besteht eine harmonische, gut gepflegte Partnerschaf, in der beide an einem Strang ziehen. Quelle: Fotolia und dpa
Schon in den 60er Jahren gab es erste Kontakte in die Hauptstadt der Wojewodschaft Opolskie, seit 1973 sind beide Städte verpartnert – eine lange Zeit. Opole besticht durch seine attraktive Architektur, zudem ist es reich an kulturellen Einrichtungen und Forschungszentren. Die Partnerschaft wird aktiv gepflegt, die Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft präsentierte sich in diesem Jahr auf der Tourismusmesse in Opole und warb dort für Besuche in Potsdam. Auch der Nachwuchs wurde beteiligt – Potsdamer Schüler nahmen an einem Jugendschachturnier teil, andere verwirklichten ein Filmprojekt in Opole. Auch nach über 50 Jahren rostet die Liebe zwischen Potsdam und Opole nicht. Quelle: Fotolia und dpa
Luzern, Hauptstadt des gleichnamigen Kantons, ist seit 2002 Potsdams jüngster Städtepartner. Die Beziehung ist noch frisch, beide wollen den anderen noch mit Fitness und kulturellem Interesse beeindrucken. 2015 nahmen Potsdamer und Luzerner wechselseitig an den Stadtläufen teil, gemeinsame Essen und eine Filmmatinée fanden statt. Ob mit diesem Schwung auch die gemeinsamen Probleme wie hohe Lebenshaltungskosten, scheinbar endlos steigende Mieten oder die schwierige Mobilität in den historischen Innenstädten gelöst werden können, muss sich zeigen. Quelle: Fotolia und dpa
Eine echte Fernbeziehung besteht zwischen Sioux Falls in South Dakota und Potsdam. Es gibt unübersehbare Ähnlichkeiten zwischen den Städten: beide liegen in einem großen, dünn besiedelten Gebiet, beide sind die bedeutendste Stadt in jenem Gebiet, bieten eine hohe Lebensqualität und schöne Parks, sogar die Einwohnerzahlen sind gleich. Das Augustana College schickt auch in diesem Jahr mehrere Studenten zu Praktika oder Auslandssemestern nach Potsdam, diese loben besonders die Infrastruktur und, nun ja, die deutsche Braukunst. Sioux Falls und Potsdam – gleich und gleich gesellt sich gern, auch über tausende Meilen hinweg. Quelle: Fotolia und dpa
In der Beziehung Potsdam-Bobigny knirscht es gewaltig. „Da besteht eigentlich keinerlei Kontakt mehr, da läuft nichts mehr“, sagt Sigrid Sommer, Marketingchefin der Stadt Potsdam. Schade, denn das multiethnische, von Hochhäusern geprägte Bobigny hat viele Aufgaben zu bewältigen, die Potsdams weniger reiche Viertel auch kennen. Wenige Kilometer nordöstlich von Paris gelegen, hätte Bobigny Anreize für Integration und Zusammenleben verschiedener Kulturen liefern können. Die Gründe für den mangelnden Kontakt in den letzten Jahren sieht Sigrid Sommer eindeutig auf französischer Seite: „Wir haben mehrfach versucht zu reden, aber es kam nichts zurück. Die haben ihre eigenen Probleme.“ Ein klassischer Fall, man hat sich auseinandergelebt. An Stelle Bobignys flirtet Potsdam jetzt mit Versailles. Quelle: Fotolia und dpa
Anzeige