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Lokales Die unheimliche Anschlagsserie von Nauen

Die unheimliche Anschlagsserie von Nauen

Im Sommer brannte in Nauen eine geplante Flüchtlingsunterkunft komplett ab - es ist der wohl schlimmste Anschlag, den die Stadt in den vergangenen Monaten erlebt hat.

Quelle: Julian Stähle

Seit etwa einem Jahr gibt es eine auffällige Häufung rechtsextremer Anschläge und Vorfälle in der Stadt. Im Februar 2015 eskalierte eine Sitzung der Nauener Stadtverordneten. Thema: eine geplante Flüchtlingsunterkunft. Rechtsextreme störten die Sitzung lautstark und traten so aggressiv auf, dass die Polizei einschreiten musste.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Immer wieder ist das Parteibüro der Linken zum Anschlagsziel geworden. Auch hier wird ein rechtsextremes Motiv vermutet. Das Büro wurde mit Farbbeuteln beworfen, die Scheiben immer wieder demoliert. In einem Fall wurden sogar Eier mit toten Küken an die Außenwand des Büros geworfen.

Quelle: dpa-Zentralbild

Wie gefährlich die Situation für Flüchtlingshelfer in Nauen mitunter sein kann, zeigt ein Vorfall vom April 2015. Damals waren nach einer Neonazi-Demo die Reifen eines Kleinbusses von Flüchtingshelfern zerstochen worden. Am Wagen klebte ein Zettel mit einer unmissverständlichen Drohung: Liebe Asylantenfreunde, Tröglitz ist auch hier.“ In der sächsischen Kleinstadt gab es zuvor einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Auch in Nauen brannte wenig später ein Gebäude. Die Turnhalle sollte als Flüchltingsheim genutzt werden. Der Brand ist laut Ermittlern vorsätzlich gelegt worden. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke sprach wenig später von braunem Terror.

Quelle: Julian Stähle
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