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Lokales So machen sich Hochschulstädte für Studis hübsch

So machen sich Hochschulstädte für Studis hübsch

Die Brandenburgisch-Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg lockt junge Leute stets mit dem Hinweis, Cottbus sei der günstigste Uni-Standort in ganz Deutschland. In einer Pressemitteilung anlässlich des Bewerbungsschlusses verwies die Hochschule auf eine Studie des Moses Mendelssohn Instituts, wonach der durchschnittliche Preis eines WG-Zimmers in Cottbus 208 Euro im Monat betrage, um möglichst viele ihrer 7600 Studierenden zum Ansiedeln zu bewegen. Die Stadt selbst wirbt per „CottbusApp“ um Studenten. Diese hat unter anderem eine Datenbank mit auf Studenten zugeschnittenen Wohnungen.

Quelle: dpa

Die Universität Potsdam und die beiden anderen Hochschulen der Stadt haben zusammen 25.000 Studenten – doch die Hälfte wohnt in Berlin. Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) wünscht sich mehr studentisches Leben. „Eine groß angelegte Kampagne zum Wohnen in Potsdam gibt es nicht“, räumt die Sprecherin der Universität, Silke Engel, ein. Das habe gute Gründe: Der Wohnungsmarkt wird euphemistisch als „überschaubar“ beschrieben. Die Wohnheimplätze decken zum Beispiel nur zehn Prozent des Bedarfs, privates Wohnen ist teuer. Selbst Juniorprofessoren gehen nach erstem Suchen in Potsdam nach Berlin.

Quelle: Christel Köster

Die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung (HNE) in Eberswalde wäre schon glücklich, wenn nicht ungefähr ein Drittel der 2100 Studierenden ständig zwischen der Stadt im Barnim und Berlin pendeln würde. Eine aktive Kampagne für das Wohnen in Eberswalde hat die Hochschule bislang trotzdem noch nicht gefahren. Immerhin gibt es pro Semester auch in Eberswalde von der Stadt 50 Euro kommunales Begrüßungsgeld. Sonst wirbt die Hochschule auf ihrer Webseite mit Naturschönheiten der Umgebung und mit studentischen Initiativen, die vom Campusgarten über die Hochschulband bis zu Greenpeace reichen.

Quelle: dpa-Zentralbild
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