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Lokales Bäcker schlagen Alarm: Der Beruf stirbt aus

Bäcker schlagen Alarm: Der Beruf stirbt aus

Bäckerei Konditorei Gerhard Hübsch, Velten: Die Bäckerei Hübsch ist die letzte Traditionsbackstube Veltens. Ende 2017 hatte die Bäckerei Zöllner aufgegeben, nach 130 Jahren Doch Bäckerei Hübsch denkt nicht ans Aufgeben. „Wir sind voller Herzblut dabei gewesen“, so Ilona Hübsch. Eine zweite Backstube hat das Ehepaar in Hennigsdorf. Nachfolger für die Backstube seien nicht in Sicht, doch das Ehepaar Hübsch will noch viele Jahre weitermachen. Auch wenn die Discounter mit ihren Backshops der Bäckerei zu schaffen machen.

Quelle: Marco Paetzel

Bäckerei Konditorei Joachim, Leegebruch: „Wir backen Tradition“ ist das Motto von Thomas Joachim, der 2003 die Bäckerei in der Eichenallee – letzte von einst sechs Filialen – von Vater Günter übernommen hat. Es ist die einzige Bäckerei, die sich im Ort noch gegen die Supermarktshops behaupten kann. Man sei nahe am Kunden, könne schnell auf Kundenwünsche reagieren, so Joachim. „Ich bin mir sicher, dass so das Handwerk in Leegebruch Zukunft hat.“ 1989 hatte Joachim als 19-Jähriger seine Meisterprüfung bestanden.

Quelle: Ulrike Gawande

Bäckerei  Konditorei Angermüller, Hennigsdorf: Bäckerei Angermüller ist die letzte Traditionsbäckerei in Hennigsdorf. Nach der Wiedervereinigung kamen neben dem Hauptgeschäft vier Filialen hinzu. Für die Zukunft ist gesorgt: Marco Angermüller, der Sohn von Inhaber Jens, steht als sein Nachfolger bereit. Die Suche nach Azubis sei in der Branche schwer, genau wie die wachsende Konkurrenz. „Die nächsten Jahre werden eine Herausforderung“, erklärt Marco Angermüller.

Quelle: Robert Roeske

Bäckerei Guse, Flatow: Die Bäckerei Guse an der Hauptstraße in Flatow ist das einzige Geschäft im Ort, in dem es Backwaren gibt. Karsten Guse betreibt den Laden – und er ist komplett in Familienhand. Im Geschäft stehen seine Eltern – Hiltraud (72) und Manfred (76). Manfred Guse ist der Vorbesitzer der Bäckerei. In diesem Jahr ist das 80. Jubiläum des Geschäftes gefeiert worden. Wer zu Guses geht, bekommt natürlich auch den neuesten Dorfklatsch mit, erfährt alle Flatower Neuigkeiten.

Quelle: Sebastian Morgner

Schlosskonditorei Woyth, Oranienburg: Die „Schlosskonditorei Woyth“ in der Breiten Straße 3 in Oranienburg ist nur wenige Meter von Barockschloss und Schlosspark entfernt und ein beliebter Treffpunkt bei den Oranienburgern und ihrem Gästen für Geburtstagsfeiern oder einen Schwatz in kleiner und großer Runde. Und wohl die älteste Backstube in der Stadt. Dort werden Brot und Brötchen noch selbst gebacken, der Teig selbst gemacht, wenn auch nur in kleinen Mengen, so Gabriele Woyth. Es gibt vor allem Tortenkreationen aus der Konditorei, aber auch Eis. „Und wir backen Waffeln.“ Vom traditionsreichen Familienbetrieb Woyth zeugen die Meisterbriefe im Verkaufsraum.

Quelle: Heike Bergt
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