Zehn Quadratmeter Leben: Ein Blick ins Gefängnis – MAZ - Märkische Allgemeine
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Lokales Zehn Quadratmeter Leben: Ein Blick ins Gefängnis

Zehn Quadratmeter Leben: Ein Blick ins Gefängnis

Babyfotos sind der kleinste gemeinsame Nenner. Jeder der Inhaftierten hat mindestens ein Bild von einem Neugeborenen an der Wand hängen. Junges Leben, wie ein unbeschriebenes weißes Blatt, mit allen Chancen, es gut und richtig zu machen.

Ihre eigenen Leben haben schon ein paar hässliche Kleckse. Sie haben gelogen, betrogen oder gestohlen. Deshalb sitzen sie hier, in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Luckau-Duben (Dahme-Spreewald), jeweils in einem Raum von zehn Quadratmetern. Tisch, Stuhl, Bett, Regal und ein betongrauer PVC-Boden. Alles gleich, alles nach Vorschrift. Für Individualität ist hier wenig Platz.

Und doch fällt jedes bisschen Individualität gerade in dieser genormten Umgebung auf. Wenn jemand nur zwei Regalbretter zur Verfügung hat, wofür nutzt er diesen schmalen persönlichen Raum? Jede Postkarte, jede Tabakdose, jeder Gegenstand wirkt da wie eine Aussage. Wie das Konzentrat eines Lebens, das zumindest für eine Zeit lang auf zehn Quadratmeter zusammengeschrumpft ist.

Die MAZ hat einen Blick in die Hafträume von vier Inhaftierten geworfen. Insgesamt sitzen in den fünf Brandenburger Justizvollzugsanstalten derzeit rund 1400 Straftäter ein, mehr als 340 davon in Luckau-Duben, sowohl Männer als auch Frauen. Tagsüber lernen oder arbeiten viele von ihnen in der Haftanstalt. Manche haben viele Freiheiten, andere müssen sich an sehr strenge Regeln halten. Für alle gilt: Mindestens von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens bleiben die Hafträume verschlossen. Von Angelika Pentsi

* Namen von der Redaktion geändert

Quelle: Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, Text: Angelika Pentsi

Babyfotos sind der kleinste gemeinsame Nenner. Jeder der Inhaftierten hat mindestens ein Bild von einem Neugeborenen an der Wand hängen. Junges Leben, wie ein unbeschriebenes weißes Blatt, mit allen Chancen, es gut und richtig zu machen.

Ihre eigenen Leben haben schon ein paar hässliche Kleckse. Sie haben gelogen, betrogen oder gestohlen. Deshalb sitzen sie hier, in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Luckau-Duben (Dahme-Spreewald), jeweils in einem Raum von zehn Quadratmetern. Tisch, Stuhl, Bett, Regal und ein betongrauer PVC-Boden. Alles gleich, alles nach Vorschrift. Für Individualität ist hier wenig Platz.

Und doch fällt jedes bisschen Individualität gerade in dieser genormten Umgebung auf. Wenn jemand nur zwei Regalbretter zur Verfügung hat, wofür nutzt er diesen schmalen persönlichen Raum? Jede Postkarte, jede Tabakdose, jeder Gegenstand wirkt da wie eine Aussage. Wie das Konzentrat eines Lebens, das zumindest für eine Zeit lang auf zehn Quadratmeter zusammengeschrumpft ist.

Die MAZ hat einen Blick in die Hafträume von vier Inhaftierten geworfen. Insgesamt sitzen in den fünf Brandenburger Justizvollzugsanstalten derzeit rund 1400 Straftäter ein, mehr als 340 davon in Luckau-Duben, sowohl Männer als auch Frauen. Tagsüber lernen oder arbeiten viele von ihnen in der Haftanstalt. Manche haben viele Freiheiten, andere müssen sich an sehr strenge Regeln halten. Für alle gilt: Mindestens von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens bleiben die Hafträume verschlossen. Von Angelika Pentsi

* Namen von der Redaktion geändert

Quelle: Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, Text: Angelika Pentsi

Babyfotos sind der kleinste gemeinsame Nenner. Jeder der Inhaftierten hat mindestens ein Bild von einem Neugeborenen an der Wand hängen. Junges Leben, wie ein unbeschriebenes weißes Blatt, mit allen Chancen, es gut und richtig zu machen.

Ihre eigenen Leben haben schon ein paar hässliche Kleckse. Sie haben gelogen, betrogen oder gestohlen. Deshalb sitzen sie hier, in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Luckau-Duben (Dahme-Spreewald), jeweils in einem Raum von zehn Quadratmetern. Tisch, Stuhl, Bett, Regal und ein betongrauer PVC-Boden. Alles gleich, alles nach Vorschrift. Für Individualität ist hier wenig Platz.

Und doch fällt jedes bisschen Individualität gerade in dieser genormten Umgebung auf. Wenn jemand nur zwei Regalbretter zur Verfügung hat, wofür nutzt er diesen schmalen persönlichen Raum? Jede Postkarte, jede Tabakdose, jeder Gegenstand wirkt da wie eine Aussage. Wie das Konzentrat eines Lebens, das zumindest für eine Zeit lang auf zehn Quadratmeter zusammengeschrumpft ist.

Die MAZ hat einen Blick in die Hafträume von vier Inhaftierten geworfen. Insgesamt sitzen in den fünf Brandenburger Justizvollzugsanstalten derzeit rund 1400 Straftäter ein, mehr als 340 davon in Luckau-Duben, sowohl Männer als auch Frauen. Tagsüber lernen oder arbeiten viele von ihnen in der Haftanstalt. Manche haben viele Freiheiten, andere müssen sich an sehr strenge Regeln halten. Für alle gilt: Mindestens von 20 Uhr abends bis 6 Uhr morgens bleiben die Hafträume verschlossen. Von Angelika Pentsi

* Namen von der Redaktion geändert

Quelle: Foto: Klaus-Dietmar Gabbert, Text: Angelika Pentsi
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