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Brandenburg/Havel 1,2 Millionen Euro Fördergeld fürs Herrenhaus
Lokales Brandenburg/Havel 1,2 Millionen Euro Fördergeld fürs Herrenhaus
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13:29 27.02.2016
Der Charme des alten Reckahner Herrenhauses erschließt sich erst auf den zweiten Blick Quelle: Heiko Hesse
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Reckahn/Brandenburg/H

Auch einen Bundesaußenminister kann die deutsche Ministerialbürokratie noch begeistern. Sichtlich überrascht teilte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Freitag der MAZ mit: „Wirklich, in Rekordzeit bekommt das Schloss Reckahn jetzt 1,12 Millionen Euro aus dem Bundestopf!“ Erst Ende September hatte Steinmeier als Bundestagsabgeordneter der Region das Schulmuseum und das Rochow-Museum in Reckahn besucht.

Der Besuch fand auf Einladung der Stiftung „Der Kinderfreund-Stiftung“ statt. Seine Visite führte ihn in die ehemalige Rochowsche Musterschule (1773), das heutige „Schulmuseum Reckahn.“ Nach einem Rundgang durch den historischen Gutspark hatte sich Steinmeier im Rochow-Museum über die Bildungs- und Agrarreformen des Gutsherrenpaares Friedrich Eberhard von Rochow informiert. Dabei wurde deutlich: Reckahn braucht Geld. Insbesondere das alte, unsanierte Herrenhaus bedarf einer Grundsanierung. Und zwar schnell, erinnert sich Steinmeiers Mitarbeiter Tobias Borstel an den Hilferuf.

Und so versprach Steinmeier Unterstützung für das Ensemble. Nun, nur fünf Monate später, darf man sich in Reckahn über den Förderbescheid des Bundesbauministeriums freuen. 1,12 Millionen Euro gibt es für die Hüllensanierung und Ausbau des unsanierten Herrenhauses als Jugend-, Kultur-, Gemeinde- und Konferenzzentrum des Renaissancebaues „Schloss Reckahn“. Insgesamt dürfte der Umbau etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Das fehlende Geld kommt aus kommunalen Eigenmitteln der Gemeinde Kloster Lehnin, die einen Unterstützungsbeschluss gefasst hat.

2001 wurden bereits Teile des Ensembles saniert und neben dem Schulmuseum wurde im Schloss die Dauerausstellung „Vernunft fürs Volk“ im Schloss eröffnet. Zwar bietet die historische Umgebung Raum für verschiedenste Veranstaltungen, die jedoch auf Grund fehlender Räumlichkeiten bisher dazu zwingen, sich auf geringe Besucherzahlen zu beschränken. Das wird sich mit dem Umbau ändern. So bekommt der Ortsteil Reckahn ein Gebäude, das multifunktional als Jugend-, und Gemeindezentrum sowie für wissenschaftliche und andere größere Veranstaltungen genutzt werden kann. Ohne die jetzt anstehende Sanierung des, das Renaissanceensemble prägende Gebäudes, würde dessen Verfall drohen. was auch unter denkmalrechtlichen Gesichtspunkten einen unwiederbringlichen Verlust bedeutet.

So schnell wie es jetzt mit der Förderung aus dem Sonderprogramm des Bundesbauministeriums klappte, soll es weiter gehen. Schon ab Juni beginnt die Planungs- und Ausschreibungsphase, 2017 dann die Hüllensanierung und der Ausbau des Erdgeschosses. 2018 sollen dann nach Ausbau des Ober- und Dachgeschosses die Arbeiten beendet werden.

Von Benno Rougk

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