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Brandenburg/Havel 1,4 Millionen Euro für das Elisabethhaus
Lokales Brandenburg/Havel 1,4 Millionen Euro für das Elisabethhaus
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00:20 08.01.2018
Das Elisabehthaus auf dem Amtshof des früheren Zisterzienserklosters Lehnin. Das Foto entstand auf dem Adventsmarkt. Lehnin. Quelle: Hesse, Heiko
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Lehnin

Die geplante Sanierung und der Umbau des Elisabethhauses zum zentralen Veranstaltungsort auf dem Klostergelände in Lehnin für 2,46 Millionen Euro kann beginnen. Jörg Vogelsänger (SPD), Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft, hat am Freitag einen Zuwendungsbescheid über rund 1,4 Millionen Euro an Pfarrer Matthias Blume, Vorstandsvorsitzender des Diakonissenhaus, übergeben. Mit dabei waren Potsdam-Mittelmarks Landrat Wolfgang Blasig (SPD), Uwe Brückner (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Kloster Lehnin und der zuständige Architekt Peter Berger. Das Elisabethhaus ist seit mehr als 600 Jahren das prägende Gebäude am Amtshof. Für Lehnin und das Evangelische Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin ist es ein wichtiger Schritt. Damit nimmt das Projekt „Zentrum Kloster Lehnin“ als Tagungsort nun konkrete Form an. „Von den erweiterten Nutzungsmöglichkeiten des Hauses wird die gesamte Region profitieren“, sagte Vogelsänger. Die Sanierung werde den Ort noch attraktiver für Besucher machen.

Die 1,4 Millionen Euro sind Leader-Mittel der Europäischen Union und decken nach Angaben von Alexander Schulz, Öffentlichkeitsbeauftragter des Diakonissenhauses, 75 Prozent der förderfähigen Kosten ab. Weitere Fördermittel seien vom Kulturministerium in Potsdam und dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in Aussicht gestellt worden. Letzteres bestätigte Landrat Blasig am Freitag. Zudem betonte auch er, wie wichtig die Einrichtungen des Diakonissenhauses in Lehnin für den gesamten Landkreis seien.

Uwe Brückner, Jörg Vogelsänger, Matthias Blume und Wolfgang Blasig (v. l.) bei der Übergabe des Fördermittelbescheides am Freitag in Lehnin. Quelle: Alexander Schulz

Die Baugenehmigung für die Sanierung des Elisabethhauses liegt bereits seit Monaten vor, der Baubeginn ist für das Frühjahr geplant. Binnen 14 Monaten Bauzeit sollen im Obergeschoss drei Einzelzimmer und 13 Doppelzimmer mit insgesamt 29 Betten entstehen. Dort lagen früher die Schlafräume der Dakonissen; später zog das Internat der Krankenpflegeschule dort ein.

Der Festsaal wird ebenso saniert und ergänzt werden durch zwei Seminarräume und einen Empfangsbereich für Gäste. „Die Förderung ermöglicht die Sanierung eines wichtigen Zeugen der Brandenburger Baukultur“, sagte ein hocherfreuter Matthias Blume. „Das Elisabethhaus bietet attraktive Beherbergungs- und Tagungsmöglichkeiten an einem authentischen historischen Ort für alle, die Atem holen und Leib und Seele zur Ruhe kommen lassen möchten.“

Das „Zentrum Kloster Lehnin“

Das „Zentrum Kloster Lehnin“ wird mit dem sanierten Elisabethhaus ab 2019 über 51 Gästezimmer verfügen. Neun davon sind im Sommer 2016 im früheren Schulhaus eingeweiht worden. Das Evangelische Diakonissenhaus zählt pro Jahr eigenen Angaben nach 7500 Übernachtungen.

Das Diakonissenhaus bietet die Gästezimmern Gruppen, aber auch Einzelreisenden an. Punkten will es mit der Möglichkeit für die Besucher, am spirituellen Leben auf dem Klosterareal teilzunehmen. Offen steht das Zentrum aber auch Gruppen aus Gemeinden, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Diakonissenhaus wirbt mit Meditation, Regeneration und Entschleunigung, die der Gast dort inmitten historischer Bauten finden könne.

Ziel des Diakonissenhauses ist es, das Gebäude als Ort für Tagungen, mehrtägige Veranstaltungen und Feste zu etablieren. Immer wieder hatte Blume in der Vergangenheit betont, dass es eine Herausforderung sei, die historische Bausubstanz mit Nutzung zu füllen. Erhalt durch Nutzung lautet das Credo der Einrichtung.

Das Elisabethhaus gilt als dringend sanierungsbedürftig. Besonders dort wie auch an anderen historischen Gebäuden auf dem Klosterareal gibt es massive Feuchtigkeitsschäden. So sagte Blume schon im Oktober, dass im Zuge der Sanierung auch das in Angriff genommene Bauwerk trocken gelegt wird. Derzeit können durch die Feuchtigkeitsschäden nicht alle Räume des Elisabethhauses genutzt werden.

Das Diakonissenhaus ist seit 2004 Träger der Einrichtungen auf dem früheren Klostergelände. Schulz spricht von einem „Kulturdenkmal von überregionaler historischer Bedeutung“.

Von Marion von Imhoff

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