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Brandenburg/Havel 120 Tonnen Rollsplitt verstreut
Lokales Brandenburg/Havel 120 Tonnen Rollsplitt verstreut
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18:08 30.09.2016
Maik Müller und Volker Platen (r.) am Reparaturzug Roadmaster. Quelle: Mai
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Weseram

Rund 120 Tonnen Rollsplitt bringen die Straßenbauer von der Müritz auf die Landstraße 91 zwischen Weseram und Klein Kreutz auf. Zusammen mit einer dünnen Teerschicht sollen die Risse in der Fahrbahn damit für die nächsten Jahre verschlossen werden. Die beiden Straßenbauer Maik Müller und Volker Platen arbeiten gemeinsam mit dem Polier Fred Winkel. Alle drei Männer von der MOT-Müritzer Oberflächentechnik GmbH sind im Auftrag der Straßenmeisterei Brandenburg mit Reparierzug samt Walze unterwegs. Morgens um 5 Uhr fuhren sie in Mecklenburg-Vorpommern los, um ab 8 Uhr in Weseram mit dem Ausbringen des Rollspitts beginnen zu können. Die Firma Mot ist spezialisiert auf die Oberflächensanierung verschlissener Fahrbahndecken. In einem Arbeitsschritt wird Bindemittel mit Spitt abgestreut. Dann müssen die Autofahrer den Rest erledigen. Ihre Fahrzeuge arbeiten den neuen Belag in die bestehende Fahrbahndecke ein.

Tempo 40 Schilder stehen an den Fahrbahnrand mit Hinweis auf spritzenden Rollsplitt. „Aber daran hält sich ja niemand“, schimpft Polier Fred Winkel.

Besonders viel Splitt bringen die Männer bei Weseram aus

Bei Weseram wird besonders viel Splitt auf der Fahrbahn verteilt. Die Straßenarbeiter sprechen von „vollflächig“. Das bedeutet, dass die kleinen Steinchen nicht an einzelnen Fahrbahn-Rissen, sondern auf der kompletten Fahrbahn Richtung Klein Kreutz in die Asphaltdecke eingearbeitet werden. „Es geht um Feinrisse, die der Autofahrer so gar nicht sieht“, sagt Winkel.

Rollsplitt aus praktischer und juristischer Sicht

Edelsplitt nennen sich die Steinchen, die zur Abdeckung verschlissener Fahrbahndecken aufgebracht werden. Zunächst wird ein Bindemittel angespritzt und darauf der Splitt gestreut. Risse werden abgedeckt und die Fahrbahn wird griffiger. Da bei Weseram viel Splitt ausgebracht wurde, ist dort eine auch Walze im Einsatz.

Juristisch ist es keine Gefährdung des Straßenverkehrs, da Warnschilder aufgestellt werden und Autofahrer ihr Tempo anzupassen haben.

Dass die Fahrbahn zwischen Klein Kreutz und Brandenburg indes besonders schlecht ist, bemerkt indes jeder, der die Landstraße dort fahren muss. Am Dienstag folgt deswegen in einem zweiten Abschnitt auf die gleiche Weise das Flicken der Fahrbahn dort.

Es ist die letzte Runde in der Region

Nach Angaben von Mike Magaschütz, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei Brandenburg, ist es die letzte Runde. Rollsplitt ist in den vergangenen Tagen und Wochen bereits auf der Bundesstraße 1 bei Jeserig und in der Stadt Brandenburg, den Landstraßen 93 und 94, und der Bundesstraße 107 bei Görzke ausgebracht worden.

Der Leiter der Straßenmeisterei appelliert an die Autofahrer, die Hinweisschilder auf Tempo 40 außerorts und Tempo 30 in Ortschaften ernst zu nehmen: „Bei dieser Geschwindigkeit kann einfach nichts passieren. Weder geht das Auto kaputt durch umherfliegenden Rollsplitt, noch verunglücken die Fahrzeuge durch Schleudern.“ Am Mittwoch werde die Kehrmaschine den noch nicht festgefahrenen Splitt bei Weseram wegfegen. Ende der Woche wird das zwischen Klein Kreutz und Brandenburg der Fall sein. Bis dahin gelte das Tempolimit.

Von Marion von Imhoff

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