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Brandenburg/Havel Ritter, Recken und Gesinde
Lokales Brandenburg/Havel Ritter, Recken und Gesinde
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08:06 26.05.2014
Quelle: I. Schidlowski
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Brandenburg an der Havel

Das 15. Roland-Spectaculum fand bereits zum fünften Mal im Slawendorf statt. „Vom Ambiente ist das der beste Markt überhaupt“, sagt Falkner Gerd Perschke, der dem staunenden Publikum die Flugkünste des amerikanischen Wüstenbussards Lugh präsentiert. Und er schmust dabei mit Taranis, dem kleinen Lannerfalken.

„Es soll kein Kaufmarkt sein“, erklärt Kathrin Arndt, deshalb finde man auf dem Gelände nur „handverlesene“ Händler und Anbieter. Das Mittelalter erleben, anfassen und mitmachen, das sei die Idee. Und so übt sich der Besucher im Armbrustschießen oder Lanzenwerfen, kann Kerzen ziehen, sich die Herstellung des Kettenhemdes oder der Wendeschuhe erklären lassen.
Für den darstellenden Handwerker Snorri Varnarsson ist es wichtig, einmal alles von Anfang an begreifen und beschaffen zu können. Deshalb hat er sich auch mit der Herstellung der Wendeschuhe, die bereits im 7.Jahrhundert angefertigt wurden, beschäftigt. Über den Wert der Ware spricht er und die Möglichkeit des Tausches und zieht interessierte Gäste in seinen Bann. Diese verstehen, dass der gute Ruf und Mundpropaganda viel besser sind, als jede Visitenkarte. Derweil turnt Promilla, die Hochprozentige, am Vertikaltuch über den Köpfen des Publikums und spornt die Zuschauer laut brüllend zum Applaus an. Überall Schellen und Leinengewänder, große und kleine Ritter oder Burgfräulein.

Viele der Besucher lassen sich auf das Mittelalterflair ein und kommen in passender Bekleidung. Die Barden vom Duo Asatru gesellen sich zu den an Tischen Schlemmenden und singen schlüpfrige Lieder von „Blümchen“-Ehen, bei denen Sie verblüht und Er verduftet und die Gruppe Wolgemut sorgt mit Dudelsack, Laute und Trommel für Stimmung.
Um Ritter der Havelrunde zu werden, treten gleich vier Knappen an. Jens, Christian, Alexander und Olaf mussten sich jedoch auf den Herausforderer „Fürchtenicht von Quitzow“ einlassen, der mit seinem bösen Lachen und wildem Gebrüll für Unruhe sorgt. 

2300 Gäste tümmelten sich am Wochenende auf dem mittlerweile 15. Rolandfest, welches zum 5. Mal im Slawendorf stattfand, rum.

Im Bogenschießen, Rolandstechen, Schwertkampf, Minnesang und Met-Krugstemmen messen sich die Recken, während das Volk sie anfeuert. Am Ende gewinnt Knappe Alexander, wird zum Ritter geschlagen und streckt stolz das erkämpfte Schwert in die Höhe.

Besonderer Anreiz für Kinder war in diesem Jahr die Stempelkarte. An den mit einer Maus gekennzeichneten Ständen galt es aktiv zu werden. Zinngießen, Drechseln, beim Böttcher ein Holzfass herstellen oder die Wasserbomben befüllte Steinschleuder bedienen – die Kinder hatten ihren Spaß. Sie erhielten für die gesammelten Stempel einen Preis.
Verpassen durfte man an diesem wunderbar sonnigen Mittelalterwochenende auf keinen Fall Arne Feuerschlund. Während er in seine Geschichte die Gäste mit einbaut, Zwerge, Märchenbäume und Kormoranschwärme aus ihnen macht, jongliert er mit dem Piratenpferd Gisela und brennenden Fackeln, fährt Hochrad und treibt mit seinen Späßen den lachenden Zuschauern Tränen in die Augen.
Ist eine Vorführung beendet, ruft schon ein anderer Gaukler nach den Gästen. „Man kann sich hier den ganzen Tag aufhalten“, sagt Vereinsvorsitzende Arndt. Und das taten dann auch viele Gäste und ließen sich Schwarzbierfleisch, Kuchen oder Eis schmecken.

Von Ina Schidlowski

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