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16. Off Art glänzt mit internationalem Flair

Ausstellung 16. Off Art glänzt mit internationalem Flair

Kitsch ist unter anderem eine Frage des Geschmacks und liegt damit auch im Auge des Betrachters. Die 16. Off Art, die am Wochenende in Brandenburg an der Havel eröffnet wurde und am 30. Oktober endet, ist bunt und vielfältig wie immer. Doch sie ist kitschfrei, jedenfalls weitgehend. Dafür mit dänischem Akzent.

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Manfred Jacobs mit seiner Skulptur „Gren Siero“, erschaffen aus einer halb verbrannten dicken Holzbohle.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Brandenburg/H. Was ist Kitsch? Kitsch ist unter anderem eine Frage des Geschmacks und liegt damit auch im Auge des Betrachters. Die 16. Off Art, die am Wochenende in der Kunsthalle Brennabor eröffnet wurde und am 30. Oktober endet, ist bunt und vielfältig wie immer. Doch sie ist kitschfrei, jedenfalls weitgehend.

Beim Rundgang wird die Aufmerksamkeit des Betrachters immer wieder von Exponaten gefesselt, die aus dem Rahmen fallen. So hat Manfred Jacobs beispielsweise eine spannende Skulptur geschaffen, die mit „Gren Siero“ betitelt ist. Gemeint ist „Green Zero“ in New York, sagt der Künstler und erzählt von dem Zufallsfund des Materials.

Interessierte Beobachter in der Ausstellung

Interessierte Beobachter in der Ausstellung.

Quelle: MaloszykVolkmar

Die Skulptur hat er nämlich aus einer halb verbrannten dicken Holzbohle geschaffen, die er beim Angeln gefunden hat. Interessant an diesem Werk ist die Tatsache, dass es von jeder Seite anders aussieht. Auf der einen Seite sieht man eine Art Innenhof mit teilweise verkohlten Wänden.

Auf der anderen Seite sind die Silhouetten einer Kirche sowie mehrerer moderner Gebäude in warmen Farben zu erkennen. Jacobs hat weitere Fundstücke integriert, wie beispielsweise besonders geformte Steine. Von jeder Seite strahlt die Skulptur einen besonderen ästhetischen Reiz aus.

Das Riesengemälde (2.50 x 1.50 Meter, Acryl auf Leinwand), von Dirk Ehlert in altmeisterlichem Stil gemalt, muss „ohne Titel“ auskommen. Etwa anderthalb Jahre lang hat der Künstler daran gearbeitet. Das Gemälde steckt voller Symbole. Und voller Rätsel für die Betrachter. Doch die klare Formensprache macht das Anschauen des Gemäldes zu einem sinnlichen Genuss.

Werke wie dieses sind zu begutachten

Werke wie dieses sind zu begutachten.

Quelle: MaloszykVolkmar

„Hide away“ (Refugium) hat die dänische Künstlerin Pia Malmstrup ihr großformatiges Gemälde genannt. Es dominiert die Farbe rot. Leuchtende Akzente setzen gold glänzende Areale. Das Bild will ganz offensichtlich eine Geschichte erzählen. Die Künstlerin bestätigt das, aber beteuert lachend, dass sie sie nicht kenne.

Sobald das Bild fertig ist, liege es beim Betrachter, es für sich zu entschlüsseln und im Bild seine eigene Wahrheit zu entdecken. Die Malerin Pia Malmstrup ist Autodidaktin und malt seit etwa zwölf Jahren hauptberuflich.

Insgesamt 14 Bilder sind dänischen Ursprungs und bereichern die diesjährige Off Art. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen der dänischen Stadt Ballerup und der Stadt Brandenburg sind insgesamt sieben dänische Künstler der Einladung gefolgt, sich an der Bilderschau zu beteiligen. Sie alle sind Mitglieder des Balleruper Kunstvereins, dessen Vorsitzende ist Pia Malmstrup.

Ein weiteres Werk, das in der Kunsthalle Brennabor gezeigt wird

Ein weiteres Werk, das in der Kunsthalle Brennabor gezeigt wird.

Quelle: MaloszykVolkmar

Die Einladung sei erst Anfang September erfolgt, berichtet Malmstrup in ihrem Grußwort. Auf der Anreise nach Brandenburg seien einige Bilder noch nicht richtig trocken gewesen.

„Die Off Art ist dieses Jahr international“, freut sich Kulturmanager Tim Freudenberg entsprechend. Insgesamt haben sich 86 Künstler an der Ausstellung beteiligt. Anders als in den Vorjahren, als auch viele Fotografien zu sehen waren, dominieren dieses Jahr vor Malerei und bildende Kunst. Für die Hängung war Steffi Rinkenbach verantwortlich. Die Finissage findet am 30. Oktober statt.

Von Ann Brünink

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