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16. Töpfermarkt im Paulikloster war Publikumsrenner

Goli und seine Keramikgenossen 16. Töpfermarkt im Paulikloster war Publikumsrenner

Der Töpfermarkt am Paulikloster hatte Flair. 45 Händler boten ihre Ware feil. Etwa 3000 Besucher sind gekommen, schätzte Veranstalter Philipp Rudolf. Das wären weniger als im Vorjahr. Unsere Reporterin sammelte Eindrücke rund um die bunte Keramik. 

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Gemütliches Gedränge herrschte amWochenende beim 16. Töpfermarkt vor dem und im Paulikloster.

Quelle: Jacqueline Steiner

Brandenburg/h.. "Das Ambiente im Paulikloster ist absolut toll", schwärmt Sabine Krause. Sie und ihr Mann sind von Anfang an mit dabei. Sie haben den Brandenburger Töpfermarkt schon in der Klosterruine erlebt, waren mit dabei am Dom und ein Jahr später auf dem Katharinenkirchplatz. Haben Stürme und Unwetter überstanden und kommen immer wieder mit ihrem Sortiment nach Brandenburg. Sie verkaufen die traditionelle dunkelblaue Keramik mit den weißen Tupfen, wie sie in Bürgel hergestellt wird.

"Bürgeler Keramik blau-weiß dürfen wir unsere Keramik nicht nennen", erklärt Peter Krause, obwohl die Familientradition der Keramikherstellung 1810 in Bürgel begründet wurde. Sabine Krause bemalt die Keramiken freihändig. Ihr Mann habe ihr sozusagen maßgeschneidert ein Hörnchen angefertigt, das gut in ihrer Hand liegt.

Was immer geht: Tassen und

Dinge, die niemand braucht

Über eine Pipette lässt sie die weiße Farbe, die die Konsistenz von Gips hat, auf die Keramik tropfen, wo sie sofort erstarrt. Im Sortiment von Keramik Krause gibt es nichts, was es nicht gibt. "Tassen gehen immer", sagt das erfahrene Ehepaar. "Und Dinge, die die Welt nicht braucht", ergänzt Sabine Krause. Wie die Keramikblumen in Blau-Weiß, die gerne gekauft werden. Die Befürchtung, dass ihre blau-weiße Keramik irgendwann unmodern werden könnte, hat sich als unbegründet erwiesen. Es kommen zunehmend junge Leute, haben die Krauses festgestellt. "Ikea hat jeder", sagt Sabine Krause, jetzt sei wieder das Individuelle gefragt.

Anders als im Vorjahr, als die Händler ihre Buden im Klostergarten aufgestellt hatten, findet dieses Jahr der Markt wieder vor dem Paulikloster auf dem Parkplatz statt. "Das haben sich die Händler so gewünscht", erklärt Philipp Rudolf, der auch den 16. Töpfermarkt wieder organisiert hat. Das Flair ist wirklich wunderschön. 45 Händler seien dabei, davon etwa fünf neue, berichtet Rudolf. Nachdem die ersten drei Stunden verregnet waren, habe sich das Wetter erholt und die Resonanz am ersten Tag sei einfach gut. Etwa 3000 Leute hätten den Markt besucht, schätzt Rudolf.

Eine der Besucherinnen ist Svetlana Heinke, die gemeinsam mit ihrem Mann jedes Jahr den Töpfermarkt besucht. Einen Topf und einen Krug hat sie erstanden. Und einen Kerzenständer in Form einer Blume, ergänzt ihr Mann Klaus. "Wir planen unsere Einkäufe nicht, sondern kaufen spontan, was gefällt", erzählt er.

Isabell Bochwitz hingegen ist mit ihrer Tochter Ella (7) und ihrem Mann Christian das erste Mal auf dem Brandenburger Töpfermarkt, denn sie sind neu in der Stadt und erst kürzlich von Görlitz nach Plaue gezogen. Ihr Mann liebe Keramik, erzählt Isabell Bochwitz. Er habe sich eine Butterdose mit Schafen drauf gekauft.

Händler sind mit dem

Besucherandrang zufrieden

Aufgeplustert sitzen die Keramikhühner im Nest und sehen einfach toll aus. Ihre Schöpferin ist Barbara Algert-Schmidt, die seit 43 Jahren in Berlin-Hellersdorf eine Keramikwerkstatt hat. Auch sie ist mit der Besucherresonanz am ersten Tag zufrieden. Sie habe sogar ihre Kerzenfrau verkauft, eine 50 Zentimeter hohe Frauenfigur, die in jeder Hand eine Kerze hielt.

Die Skulptur habe gut zu den Leuten gepasst, die sie gekauft haben, sagt die Künstlerin, die gerade ihren Wohnort und ihr Atelier nach Nordhausen/Thüringen verlegt, weil sie von Berlin genug hat. Aber nächstes Jahr komme sie wieder nach Brandenburg zum Töpfermarkt, das sei sicher.

Von Ann Brünink

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